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Re: Leim aus Schweinsblase?
Geschrieben von: Edi Kottmair Antwort auf: Leim aus Schweinsblase? (Christian Aufreiter)
Datum: Donnerstag, 4. 9. 03, um 10:50
Hallo Christian,
Schweinsblasen verwendete man früher zur Herstellung von Luftballonen, Kondomen und Bladern (Tabaksbeutel), ferner als Trommelfelle usw. Für diese Anwendungen dürften Deine Lampenschirme wohl ausscheiden.
Schweinsblase: Epithel (= direkt zusammenhängende Zellen, gibt's immer an Oberflächen), glatte Muskulatur, etwas Bindegewebe.
Haut (z.B. vom Mensch, ähnlich der vom Schwein): teilweise verhorntes, dickes Epithel, jede Menge Bindegewebe.
Der in diesem Zusammenhang wichtigste Unterschied liegt im Bindegewebe. Haut von Menschen oder behaarten Tieren kann man zu Leder verarbeiten, bei einer Schweinsblase geht das nicht. Eine Froschhaut verhält sich ähnlich wie eine Schweinsblase.
Wegen des geringen Bindegewebeanteils (Kollagen) der Schweinsblase im Vergleich zu Häuten und Knochen halte ich es nicht für sinnvoll, daraus einen Leim zu kochen.
Aus Gummibärchen, die Schweineschwartengelatine enthalten, kann man einen guten Klebstoff herstellen, zumindest für Papier. In Ermangelung eines anderen Klebstoffs habe ich das im Urlaub erprobt.Viele Grüße von
Edi
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