|
| Bildhauerfeilen - so schnell wie eine Raspel, so sauber wie eine Feile |
|
woodworking.de - Handwerkzeugforum für Holzwerker
Neandertalerreservat! Hier ist Platz für die stromlose Bearbeitung von Holz und allem was dazugehört!
|
Metallbohrer freinhand Schleifen, eine Erklärung
Geschrieben von: Jockel Antwort auf: Re: richtig Metalbohren (Andreas N.)
Datum: Montag, 12. 3. 07, um 13:49
Hallo Jockel.
Mit einer Auf- und Abbewegung am rotierenden Schleifstein freihändig? So das Du die Bewegung im verhältnis zum Fußboden machst?Hi Andreas
Ich versuche es einmal zu erklären.
Ich schleife Bohrer von ~3mm bis zur maximalen Schleifsteinbreite am Doppelschleifbock.
Den Zeige- und Mittelfinger der linken Hand lege ich mit der Aussenseite auf die Handauflage vor dem Schleifstein, so dass die Innenseite der Finger nach oben frei ist. Dort lege ich den Bohrer in das erste Gelenk von der Fingerkuppe aus
gesehen hinein, und "klemme" ihn mit dem Daumen von oben. Diese 3 Finger der linken Hand fungieren nur als Drehlager. Dann richte ich 1te die Schneide des Bohrers an der Schleifscheibe aus. Der Bohrer liegt jetzt genau in den "knicken" der Gelenke von Zeige- und Mittelfinger die "knicke" bilden für den Bohrer, im übertragenen Sinne eine 2 Punkt Auflage (der Bohrer wird in ein V hineingelegt). Während des gesamten Schleifvorganges werden die beiden Finger nicht bewegt! Denn sonst wäre die "Spitzenwinkel-Einstellung" dahin.
Der eigentlich Schleifvorgang ist extrem einfach.
Man hält den Bohrerschaft mit der rechten Hand (ich mache das auch wieder mit Zeige- + Mittelfinger und Daumen) und schiebt den Bohrer in waagerechter Stellung gegen den Schleifstein. Nun einfach den Bohrerschaft nach unten bewegen und dabei ganz leicht nach vorne gegen den Schleifstein schieben (Freischliff).
Die erste Schneide + Freifläche ist jetzt schon geschliffen. Es fehlt noch die 2te Schneide.Jetzt wird der Druck des Daumen, der linken Hand, auf den Bohrer Bohrer gelöst und der Bohrer um 180° um seine Längsachse (Seele) gedreht somit liegt die 2te Schneide am Schleifstein bereit zum Schleifen. Wenn diese Schneide auch geschliffen ist kommt das Vergleichen(Überprüfen) der beiden Schneiden, das ist meiner Meinung nach das einzig schwierige am Bohrerschleifen dafür braucht man schon einen gutem Blick.
Ich werde evtl. mal eine kleine Anleitung schreiben, wenn ich denn mal Zeit und die Muße dazu habe. Hmm eingentlich könnte mann da auch ein kleine Video darüber drehen, naja mal schauen.
gruß
Jockel
Werkzeugforum wird administriert von Neandertalern mit WebBBS 5.12.