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Re: richtig Metalbohren

Geschrieben von: Andreas N.
Datum: Freitag, 9. 3. 07, um 22:33

Antwort auf: Re: richtig Metalbohren (Pedder)

Hallo Pedder.
Minimal ist garnicht, also mit Schablone bohren oder nach angezeichneten Marken (Punkte sind nicht zu gebrauchen, Kreuze sind viel besser).
Aber das bezieht sich auf kaltverhärtende Werkstoffe, wenn die schon hart sind (Wie deine Säge) und nicht zum kaltverfestigen neigen; kann man körnen wenn man kann, sonst ist das Meterial so hart dass man mit "Normalen" Bohrern sowieso Schwierigkeiten bekommt.
Ich muß da grad an einen Altgesellen denken der in eine Gehärtete Schloßrosette neue Gewindelöcher bohren wollte. "Ich muß zwar zimlich drücken (keuch) aber es geht" - "Äh, Ups, nein, nur der Bohrer ist kürzer geworden".
Wenn die Sägeblätter so schwierigkeiten machen, sind wohl die Bohrer stumpf. Hast Du schonmal Baustahl gebohrt damit du einen Vergleich zur notwendigen kraft hast? Wenn du doppelt so stark wie für den Baustahl drücken mußt, kann das noch normal sein. Wie groß sollen die Löcher denn werden? Bohrst du freihand? mit Bohrständer oder Standbohrmaschine?.
Wenn es nich anders funktioniert kannst du auch Steinbohrer nehmen und die scharf schleifen(die Hartmetallschneiden schneiden auch ziemlich harte Stähle). Es sind ja nicht so viele Löcher.
Schleifen ist nicht so schwierig (freihand) und die Bohrer, die mir garnicht so billig erscheinen, kannst du ja auch zum üben nehmen. Schleif erst eine Schneide, dann die andere, vergleiche die Längen der Schneiden in dem du von "oben" darauf siehst. Ist eine länger kann es sein das der Winkel zueinander nicht stimmt (müssen ja gleich sein also auch von der Siete vergleichen(am besten während einer Drehbewegung)) oder die kürzere Schneide muß nur etwas weiter runter geschliffen werden.
Am Anfang ist ein möglichst großer Bohrer einfacher zu schleifen (über 25mm würde ich auch wider nicht empfehlen).
Um Eine Schneide zu schleifen, halte den Bohrer so zum Schleifstein, dass zuerst an der Schneidkante (der Hauptschneide) ein Angriff erfolgt und dann muß mit einer gleichmäßigen Drehbewegung aus den Handgelenk die gesammte Freifläche einer Schneide geschliffen werden. Man muß beachten, dabei die gesammte Breite der Freifläche gleichmäßig zu schleifen auch wenn die an dem Schleifstein anliegende Stahlfläche, sich während des drehens im Querschitt verkleinert. Wenn die Freifläche etwas größer wird ist das nicht so schlimm, aber sie Schneide wird natürlich etwas instabieler, hat aber eine günstigere Form vorallem bei zähem Material.
Beachte immer das die Freifläche auch frei ist und nicht die Gesammte Spitze Kegelform erhält oder sogar die Schneiden weiter zurückgeschliffen werden als die (in der Reihenfolge des Pssierens eines Imaginären Punktes während der drehenden Bohrbewegung) "hinteren" Bereiche der Freifläche.
Beim Drehen muß man weiterhin beachten, dass man nicht zu weit deht und dabei dann die zweite Schneide ruiniert, die man dann wieder nachschleifen muß.
Am besten machst du einige drehbewegungen ohne Schleifsten um ein Gefühl zu bekommen. Dann (wenn Du einen angetriebenen Schleifstein nimmst, noch nicht eingeschaltet) roll die Freifläche auf dem Stein ab, als woltest du schleifen, dabei kanst du auch fühlen wie der Bohrer anliegt (wenn der Bohrer nicht zuklein im verhältnis zur Körnung des Steins ist). Wenn du nun hinlänglich sicher bist verstanden zuhaben, welche Fläche, wie an den Stein muß, kannst du die Flächen noch mit Filzstift anmalen, damit ein etwaiger Mißerfolg gut zusehen ist(heufig prüfen aber immer erst nach einer volständigen Drehbewegung an einer Schneide).
Wenn die Sehle des Bohres und damit die Querschneide(das zimlich stumpfe Ding zwischen den Hauptschneiden) merklich dicker wird, ist der Bohrer mittlerweile so kurz, dass er zwar stabieler geworden ist aber auch das Ende der (einfachen)nachschärfbarkeit erreicht ist.
Wenn die Schneiden einen Spitzeren Winkel zueinander bekommen als im Orginal, scheiden sie schneller (vorallem in Weichen Material) und werden schneller Stumpf. Die Bohrer die ich in denen Bohrmaschinen mit Handkurbel benutze, sind (fast)immer so spitz. Werden die Schneiden in einem Stumpferen Winkel angeschliffen werden sie auch weniger schnell stumpf und sind auch weniger "agressiv". Der Spitzenwinkel der meisten gekauften Bohrer in N beträgt um 118°.
Ich hoffe das war halbwegs verständlich.
Gutes Gelingen
Andreas
ps: Ausspitzen und andere Sachen sind bei den von bie verwendeten kleineren Bohrern erstmal nicht so wichtig.
Wenn du einen Bankstein verwenden möchtest: Halte den Bohrer so das du auf die Schneide siehst und bewege den Stein darüber.

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