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Re: Abrichten eines Brettes II
Geschrieben von: Christof Hartge Antwort auf: Re: Abrichten eines Brettes II (Wolfgang Jordan)
Datum: Montag, 17. 6. 02, um 09:53
Lieber Wolfgang,
"Richthölzer" also, da habe ich ja schon nahe dran gelegen. "Windstäbe" fände ich auch nicht schlecht.zu 3a) Ehrlich gesagt hat sich bei mir noch nie der Effekt ergeben, daß sich ein Brett unter dem Druck der Hinterzange verzogen hat. Ich habe jetzt erst zwei "schlimme" Lärchenbretter gerichtet. Wunderschöne Seitenbretter, aber leider verzogen ohne Ende mit wechselnden Faserrichtungen, eines hatte an einem Hirnholzende sogar "S-Form". Auch dies Brett ließ sich einfach spannen. Der Druck sollte freilich nicht so groß sein. Wie fixierst du denn das Brett, wenn du es nicht in die Hinterzange einspannst? Die Idee beiden Seiten zunächst die Verdrehung zu nehmen leuchtet mir ein.
zu 3b) Die Hobelauswahl werde ich noch einmal erläutern. Lange Zeit war mein Standardhobel der Doppelhobel. Dann schenkte mir mein Bruder eine Kurzrauhbank von Ulmia, für die er keine Verwendung hatte. Die ist jetzt mein Liebling für alle großflächigen Arbeiten geworden. Sie ist präzise, aber lange nicht so unhandlich wie die 60cm Rauhbank und eignet sich auch bis 60 cm ganz gut zum Fügen.
Beim Abrichten wiederhole ich die Arbeitsschritte mehrmals, so daß es relativ gleichgültig ist ob ich zuerst diagonal oder quer hobele. Wichtiger ist mir, daß wirklich Span neben Span abgehoben wird, soweit das Messer eben greift.
Zum Ausreißen beim Hobeln quer zur Maserung: Das hängt von der Spandicke und von der Beschaffenheit des Holes ab. Weiches Splintholz, z. B. neigt sehr zum Ausriß, aber nicht wenn feine Späne mit schräggestelltem Hobel abgenommen werden.Grüße, Christof.
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