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Re: Abrichten eines Brettes II
Geschrieben von: Wolfgang Jordan Antwort auf: Abrichten eines Brettes II (Christof Hartge)
Datum: Sonntag, 16. 6. 02, um 21:25
Hallo Christof,
jetzt geht's also ans Eingemachte: das Planhobeln einer Brettseite ist sicher der schwierigste Teil beim Abrichten eines Brettes.
Zu 3a: Meine Bücher sagen, daß 'winding sticks' auf Deutsch 'Richthölzer' heißen. Daneben gibt es noch das Richtscheit, das eine Art sehr langes Lineal (1-2m) ist, mit dem ein Brett auf Geradheit geprüft wird.
Ich finde es auch einfacher, mit der linken Brettseite zu beginnen. Ich denke aber, daß man das Brett besser nicht in die Hinterzange einspannt, weil man sonst Gefahr läuft, daß der Druck das Brett verbiegt. Dann würde man nach dem Lösen der Zange ein krummes Brett vorfinden. Auch muß ein konkaves Brett durch Unterlegen von Keilen stabilisiert werden. Deshalb ist es einfacher, zunächst die Ecken (bei einem verdrehten Brett) oder Kanten (bei einem konkav gewölbten Brett) abzuhobeln. Dann das Brett umdrehen (jetzt sollte es stabil liegen) und die konvexe Seite abrichten. Anschließend die konkave Seite fertig hobeln.
Zu 3b: Vielleicht sollte man deutlicher machen, daß die Wahl des Hobels davon abhängt, wie weit man noch von der angestrebten Ebene entfernt ist. Also bei großer Verwindung/Wölbung den Schrupphobel, dann Schlicht- oder Doppelhobel und zuletzt die Rauhbank. Ist das Brett schon fast eben, reicht also schon die Rauhbank.
Habe ich das richtig verstanden, daß du zuerst im 90-Grad-Winkel zur Maserung hobelst? Davon habe ich bisher erst einmal gelesen, was ist der Vorteil davon? Könnte das der Grund für das starke Ausreißen sein. Klassisch wird eigentlich zuerst diagonal abgezwercht und dann in Richtung der Maserung gehobelt.
Den letzten Abschnitt finde ich sehr gut, vielleicht weil ich auch nach diesem Prinzip arbeite;-) Die Rückwand eines Schrankes oder einer Schublade muß nicht perfekt sein, und auch sonst gibt es viele Stellen, wo man nicht so genau sein muß.
Gruß, Wolfgang
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