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Re: Im Ernst ...
Geschrieben von: Ronald Maly >roka.maly@web.de Antwort auf: Re: Im Ernst ... (Bernhard)
Datum: Samstag, 31. 12. 05, um 16:19
Hallo Bernhard,
hallo zusammen,so zwischendurch habe ich die Beitragskette verfolgt; nun, mit den Einschätzungen ist das so eine Sache. Nach meiner Meinung hat der Kunde auch ein Anrecht auf ordentliche Qualität. Bei uns im Handel gibt es ein Sprichwort:
"Qualität ist wenn der Kunde wieder kommt, nicht die Ware !"
Einige die mich kennen wissen sicherlich, daß ich noch in den "Kinderschuhen" stecke, was professionelles Schreinern anbelangt. Eines habe ich schnell gelernt, wenn man gutes herstellen will, muß das Ausgangsmaterial auch was taugen. Und wenn ich meinen Werkzeugmacheranspruch zurücknehme, ja und wenn ich sage, daß der Kunde mit dem erstandenen ( investierten )Werkzeug eine gute Arbeit verrichten will, so sollte doch zu erwarten sein, daß die Verarbeitung paßt.
Zumeist kann ich meine Vorliebe zu japanischen Werkzeugen nicht verbergen, über die ich zu Euch gestoßen bin, und von daher ist mir die östl. Sichtweise nicht unbekannt und ein Stück weit teile ich sie sogar- meine Metaller-Ausbildung und Ansichten der jap. Schreiner decken sich hier ein wenig.Immer sollte jedoch das, was der Kunde erwirbt, das auch Wert sein; und das ausgelieferte gut verarbeitet sein, im jeweiligen Auslieferungszustand! Man kann nicht erwarten, daß der Kunde ausgestattet ist sein Werkzeug, daß er ohne ausdr.Hinweis auf Nacharbeit nach Kauf, seinen Anforderungen entsprechend herrichten kann. Hier unterscheide ich schon zwischen eigener Reklamationsbehebung und "ausschöpfen von Potential" sowie individuellem Gestalten.
Der Kunde soll aber "zufrieden vom Hof", oder? Klar kann was passieren, klar kann man alles abwickeln aber das kanns doch nicht sein.
D.h., wenn keine Nacharbeit ausgewiesen, sollte auch die Qualität zum Preis passen. Und wenn ich gerne selbst das Werkzeug gebrauchsfertig machen will wie z.B. Kanna-Hobel, ist es eben angegeben. Das geschilderte, auch wenn gut abgewickelt, finde ich schade und abenteuerlich; auch wenn ich die Möglichkeiten habe, einen künftigen Metallhobel nachfeilen und nachschleifen zu können. Aber LN, Clifton, usw. verlangen schließlich ihren Preis. Und der suggeriert mir keineswegs feilen, ausrichten und schleifen. Wenn ich das nicht scheue, kaufe ich mir zu einen Bruchteil der Kosten einen sonstwo, und richte diesen dann aber von Grund auf her.
Wenn ich also meinen Wunschzettel dezimiere, werde ich auf Dieter als Händler des Vertrauens zurückgreifen, denn als Verkäufer glaube ich an die Sorgfalt einiger Händler bei der Auswahl im Wareneingang, was ins Sortiment darf oder nicht. Hierüber kann man sicher einige Unwegsamkeiten ausschließen bzw. auffangen. In jedem Fall habe ich so zunächst schon mal ein gutes Gefühl. Sie nehmen auch zudem eine andere Stellung bei den Herstellern ein, als ein einzelner Kunde.Guten Rutsch ins neue Jahr und
freundliche Grüße aus FrankenRonald
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