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Oh Gottogott!
Geschrieben von: Friedrich Kollenrott Antwort auf: Re: Mikrofase am Hobelmesser (Bernhard)
Datum: Samstag, 31. 12. 05, um 10:34
Bernhard, Marc, und die anderen,
Hab ich mich irgendwo vertan? Das krieg ich jetzt nicht auseinandergedröselt.
Um es (aus meiner Sicht, das ist bestimmt nicht die einzig richtige) klarzustellen:
Ein Problem ist erst mal die Terminologie. Man hat sich wohl allgemein darauf geeinigt, dass eine zusätzliche kleine abgezogene Fase (an der Fasenseite!) als Mikrofase ebzeichent wird. Und dann gibt es die zweite, ähnliche, gegenüber an der Spiegelseite. Die Amerikaner sagen "back bevel", weil sie das was wir als Spiegelseite bezeichnen, den Rücken (back) des Werkzeuges nennen. Hier gbt es die Bezeichnung "2.Fase", die ist nicht ganz glücklich aber ich benutze sie auch.
Und zum Werkzeug: Ich schärfe meine Stecheisen alle mit Mikrofase. Die Spiegelseite ist plan abgezogen, wie das immer schon war. Die Fase hat 25° Keilwinkel, die Mikrofase 30°. Eine Schwergängigkeit des Eisens ergibt sich nicht. Die Zeit zum Abziehen der Mikrofase beträgt etwa 10 Sekunden.
(Ich habe ein einziges Stecheisen, das hat außerdem eine 2. Fase und eine leicht bogenförmige Schneide.Damit kann amn wunderbar z. B. eine Zapfenverbindung nacharbeiten, es bohrt sich nicht in die Fläche. Geradeausstechen kann man damit nicht mehr).
Meine Hobeleisen (fast alle) bekommen eine Mikrofase und zusätzlich eine 2. Fase. Ich spare nochmal Zeit beim Schärfen und sie sind schärfer als mit plan abgezogener Spiegelseite.
Ich wünsche einen guten Rutsch und im ganzen nächsten Jahr gut geschärfte Eisen!
Friedrich
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