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Re: Handsägen und einige Tips
Geschrieben von: Oliver Montué Antwort auf: Handsägen (Christian Aufreiter)
Datum: Dienstag, 21. 5. 02, um 09:17
Hallo Christian,
ich habe eine Dozuki, eine Ryoba und eine Kataba als Japan-Sägen-Set. An europäischen Sägen habe ich eine Baumarkt-Rückensäge (besser als man denkt für Schnitte quer zur Faser), eine Gent-Saw (gute Qualität mit Messingrücken) und zwei Fuchsschwänze sowie eine Gestellsäge mit mehreren Blättern.
Bei den Sägen mit den runden Griffen (Japan-Sägen und Gent-Saw) liegt viel daran, wie man sie anfasst. Versuche mal die Säge so anzufassen, daß der Daumen direkt oben aufliegt und das Sägeblatt dann dabei genau 90° zum Werkstück liegt. Ruhig mal einen Winkel anstellen. Der Pistolengriff liegt m.E. schon besser in der Hand, aber auch dabei passiert es mir, daß ich 'schiefliege'. Bei beiden Arten ist es wichtig, richtig zum Werkstück zu stehen, so daß Hand, Handgelenk, Ellenbogen und Schultergelenk in einer Linie liegen und die Säge in der Bewegung nicht verziehen. Für mich ist die Gestell-Säge die schwierigste Säge. Sie funktioniert zufriedenstellend für grobe Schnitte, bzw. wenn ich mit einer anderen Säge den Anfang gemacht habe und somit die Schnittführung schon vordefiniert habe. Holzverbindungen bekomme ich mit ihr (noch?) nicht hin. Oft hilft es mir die Anrißlinie mit einem Stechbeitel zu vertiefen und auf der Abfallseite eine kleine Kerbe anzustechen. In dieser Kerbe kann die Säge dann viel genauer gestartet werden. Für noch genauere Präzision kann man auch an einem Vierkantholz entlangsägen, wozu sich die Ryoba/Kataba besonders eignet.
Anstatt einen Rückensäge zu kaufen, würde ich der Dozuki noch mal eine Chance geben und an der Technik arbeiten. Wenn man längere Zeit nichts mehr gemacht hat, empfiehlt es sich übrigens auch erstmal 20 Übungsschnitte zu machen, bevor man eine Verbindung sägt, die aufs Haar passen soll.
Entschuldige, wenn obige Beschreibungen ziemlich grundlegend sind, aber vielleicht kann der eine oder andere Tip jemanden ein bischen helfen. Ich selber bin auch weit davon entfernt eine Säge zu 'beherrschen'. Übung ist halt der Schlüssel zum Erfolg und dafür fehlt dem Hobby Holzwerker halt oft die Zeit.
Bis dann,
Oliver
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