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Re: Wellenschliff
Geschrieben von: Oliver Montué Antwort auf: Re: Wellenschliff (Christian Otto)
Datum: Montag, 24. 3. 03, um 09:38
Schärfe ist ein zu ungenaues Wort, als das man es hier verarllgemeinernd gebrauchen sollte. Die Eskimos haben ja auch dutzende Wörter für Schnee ;-).
Man unterscheidet den ziehenden Schnitt und den Druckschnitt. Als Holzwerker ist der Druckschnitt (Hobel und Stecheisen) von Bedeutung. Dafür sollte die Klinge so poliert wie möglich sein, d.h. mit feinster Körnung geschliffen sein. In der Küche ist der ziehende Schnitt von größerer Bedeutung, da das Material weich und faserig ist. Hierbei sollte die Klinge nicht poliert sein. Ein Messer nur auf dem groben Schleifstein geschliffen, sollte mit einer harten Brotkruste kein Problem haben, ein poliertes Messer wird versagen. Der grobe Schliff hinterläßt eine Mikroschartigkeit, die einen Sägeeffekt beim ziehenden Schnitt bringt. Sehr harte Brotkrusten sind übrigens für Klingen eine echte Herausforderung. Ich habe schon öfters festgestellt, daß die Schneide sich teilweise umgelegt hat und dann mit dem Stahl wieder aufgerichtet werden musste. Deshalb sollte der Schleifwinkel nicht zu steil sein, damit die Schneide stabil genug ist. Wie gesagt Schärfe ist viel zu ungenau.......
Ich hör' ja schon auf..
Oliver
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