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Damfbiegen
Geschrieben von: Martin Eichler Antwort auf: holz biegen oder fräsen????? (damkru)
Datum: Donnerstag, 13. 3. 03, um 09:30
Holz zu biegen ist sicher eine Anwendung, die bei den Bootsbauern öfter zu finden ist, daher einige Tips aus "Curt W.Eichler,Yacht und Bootsbau,Bd.1,1966"
- Alle Holzarten lassen sich biegen, Krümmungsradius auf der konkaven Seite 3-4mal Dicke, bei Weichholz etwa 18fach.
-Nass !! und heiss
-Dampfkasten, dichtes Gefäss, in das nasser!! Dampf eingeleitet wird
-ein provisorischer "Dampfkasten" könnte aus einem Kupfer-oder Stahlrohr (Regenfallrohr) bestehen, eine Seite mit einem Holzstopfen, schräg aufgestellt, darunter ein kleines Holzfeuer
-Dämpf- oder Kochzeit entsprechend der Dicke, Faustregel: je Zoll Holzstärke eine Stunde Dämpfzeit
-beim Biegen bleibt der Stab in seiner Länge in der Mitte unverändert ( neutrale Zone ), die Innenseite wird verkürzt, die Aussenseite möchte länger werden, kann aber nicht (max 1-2%). Daher muss die neutrale Zone nach aussen verlegt werden. Dies erreicht man durch eine flexible Stahlschiene mit starken Anschlägen, sodaß eine stärkere Stauchung auf der Innenseite erreicht wird.
-Biegen über eine Form oder Schablone
Mein Namensvetter schreibt mehrere Seiten über dieses Thema, notfalls müsste ich Dir die Seiten einscannen.
Eine Alternative zum Biegen ist sicher, mehrere dünne, biegsame Hölzer über eine entsprechende Form zu verleimen und von Hand nachzuarbeiten.
Ich habe auch eine Adresse ( Holzlieferant für den Bootsbau ), ich weiss nicht ob man sie hier veröffentlichen darf, wo formverleimte Rundbögen auch mit Nuten 13 oder 16mm angeboten werden.
Gruss
Martin
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