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Zu blöd zum Schweifhobeln?
Geschrieben von: Philipp
Datum: Dienstag, 23. 11. 04, um 13:04
Liebe Leute,
derzeit arbeite ich u.a. an einem Bett aus Douglasie. Wer dieses Gewächs kennt, hat möglicherweise auch die Erfahrung gemacht, daß das Spätholz äußerst zäh zu hobeln ist. Mit einem scharfen Eisen (aber auch nur dann!) bekomme ich sehr glatte Oberflächen und Späne, die sich fast wie Kunststoff anfühlen. So weit so gut.
Aufgrund von geringem Denken bei der Arbeit ergab es sich, daß ich nach dem Verleimen von Einzelteilen an noch zu hobelnde Stellen nicht mehr mit dem Putzhobel hinkam. Klassischer Fall für den Schweifhobel, dachte ich. Dero habe ich zwei Stück, beide aus der Volksrepublik Niederbayern geordert, da ich mit den anderen Hobeln dieser Provenienz äußerst zufrieden war.
Der eine besitzt so ein Eisen mit rechtwinklingen Angeln, beim anderen wird das Eisen klassisch verkeilt. Beim Versuch, das zähe Douglasienspätholz zu schweifhobeln verweigerten beide Werkzeuge den Dienst: der benötigte Druck auf die Messer war sehr oft so groß, daß diese zurückgeschoben wurden, also entweder am Keil vorbei oder die Angeln schoben sich durch ihre Halterungslöcher. Beide saßen aber immer recht fest, so daß zum Einstellen der Hobel der kleine Hammer unerläßlich war.
Lange Rede, kurzer Sinn: was mache ich falsch? Wie kann ich das Eisen in dem einen Schweifhobel fester verkeilen? Wie kann man die ohnehin fest sitzenden Angeln vor dem Zurückschieben bewahren?Vielen Dank für die Unterstützung und viele Grüße in die Runde
Philipp
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