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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Spear & Jackson "Eclipse 77"

Hallo Sägenfeiler,

wir haben vor einiger Zeit darüber gesprochen, dass es bei Feine Werkzeuge wieder ein
Schränkzange für Rückensägen gibt. Läuft unter Spear & Jackson Eclipse 77.
Damals kannt ich sie nicht. Aber im Rahmen meiner letzten Bestellung war Ingo so nett,
mir eine Zange zum Probieren beizulegen.

Wer jetzt (völlig zurecht) nur wissen möchte, ob die was taugt:

Ja, man kann damit ziemlich gut schränken, wenn man sie ganz leicht modifiziert.
Den Fehler der Somax (und vieler weiterer aktueller Zangen) nämlich eine weichen Amboss hat sie nicht.

Die Zange kommt völlig unprätentiös in einer Blisterverpackung.

Kurze Anleitung ist auch dabei, ob man die ernst nehmen sollte?
Sie enthält die allseits beliebte Warnung, niemals einen Zahn gegen die bisherige Schränkung zu schränken. (
Was ja auch nicht nötig sein sollte, aber bei modernen Sägen kein Problem ist.)

Die Zange hat mit der letzten Version der Eclipse 77 wenig gemeinsam, es ist eher eine Kopie der vorletzten Version.
Und diese sieht den anderen goldenen Zangen, die ich in letzte Zeit gekauft habe, nicht sehr unähnlich.
Die letzt Eclipse 77 hatte einen Einschub für eine Lupe. Bei der Spear & Jackson ist dieser Lupe jetzt aufgeklebt.
Ich habe nie verstanden, was die Lupe bringen soll, denn alle Lupen, die ich jemals hatte haben gespiegelt.
Auch die Wegplappbare bei der Zange eines nicht namentlich bekannten Herstllers:

Spwohl bei der Goldenen als auch bei der Spear & Jackson steht der Hammer weit über den Amboss hinaus.
Bei der original Eclipse 77 schließt er hingegen bündig mit dem Amboss ab.
Ob das eine oder andere vorzugswürdig ist, weiß ich noch nicht.

Ansonsten hat meien letzte Somax das Problem, dass durch intensive Benutzung die Wangen eingesägt sind.
Dadurch muss ich inzwischen die Zange leicht anheben Schränken.
Das ist bei der neuen Spear & Jackson nicht der Fall.
Bei der Goldenen auch nicht. Die ist an der Stelle sogar verstärkt und farblich abgesetzt. Warum auch immer:

Heute habe ich dann mal eine Säge geschränkt, zum Testen. 12 tpi. Auf der feinsten Einstellung
Was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht: ich bin bei etwas mehr als 0,1mm rausgekommen.
Die Lupe stört; wenn es meine Zange wäre, hätte ich sie abgerissen.

Man muss (wie bei allen Zangen, die ich bisher hatte) das Blech der Säge mit Klebeband for der Zange schützen,
sonst hat man da eine reiher sehr gleichmäßiger runder Abdrücke.

Den einen oder anderen "Praktiker" wird das nicht stören. Ich finde das nicht hübsch.

Kann man die "Goldene" auch kaufen? Jein, die hat einen weichen Amboss.
Da gibt es bei Gerd Fritsche aber guten Ersatz. Schraube gleich mitkaufen, das Gewinde ist "einzigartig"

Also: Ohne Lupe ist die Spear & Jackson eine gut brauchbare Zange.

Statt der Lupe lieber ein Lesebrille mit 1,5 Dioptrien mehr kaufen, als man sonst braucht.
Ohne sowas könnte ich gar nicht mehr schärfen (oder sonst was in der Werkstatt machen)

Diese hier werde ich demnächst an Feine Werkzeuge zurück senden.

Liebe Grüße
Pedder

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