Juuma Ganzstahlzwingen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Unterschiede "Standard-" gegen Premium-Hobel

Hallo

Die Möglichkeit, dass die Sohle konkav ist, wurde schon erwähnt.
Es gibt noch eine mögliche Ursache für das beschriebene Verhalten. Wenn das Eisen an der tiefsten Stelle nicht am Frosch anliegt, sondern etwas davon absteht, kann es passieren, dass beim ersten Kontakt der Schneide mit dem Holz das Eisen etwas nach hinten gebogen wird und die Schneide dadurch etwas tiefer steht als zuvor. In diesem Falle würde das Eisen auf einmal viel tiefer ins Holz eintauchen als es vorgesehen war.
Etwas Ähnliches ist auch möglich, wenn die Rückseite des Eisens nicht einigermaßen plan ist, sondern konvex. Dann könnte das Eisen nach links oder rechst wippen und beim ersten Kontakt mit dem Holz gräbt sich dann eine Ecke des Eisens ein. Das würde man aber leicht überprüfen können, wenn der Hobel langsam über eine recht plane Holzoberfläche geschoben wird. Dann sieht man ja was passiert, wenn das Eisen "greift".

Alte Hobel können gut sein, aber die Tatsache dass sie alt sind bedeutet nicht gleich, dass sie auch gut für die Arbeit vorbereitet sind. Ohne gründliche Überprüfung kann man nicht sagen, dass solch ein Hobel gut arbeiten wird.

Ich habe einige hölzerne Hobel und auch welche aus Metall, alle sind so vorbereitet, dass man damit gut arbeiten kann. Nach einem "Premium" Hobel hatte ich noch keinen inneren Ruf verspürt.
Das meiste Geld habe ich für einen JUUMA 4 ausgegeben (na ja, eigentlich wurde er mir geschenkt). Und dazu kommt noch ein Ulmia Reform-Putzhobel mit Pockholzsohle, den ich aber zu einem sehr freundlichen Preis erworben habe (laut aktueller Verkaufsliste ist er auch nicht gerade preiswert).

Rafael

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