Aufbewahrungsbox für Veritas-Hobeleisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Unterschiede "Standard-" gegen Premium-Hobel

Also ich muss mich jetzt mal outen... ich fröhne ja schon lange der Hobby-Hobelei und habe ettliche Hobel-Modelle im Regal. Fügen, Hirnholz, Gratnuten, Kurven mit Kompass-Hobel oder Schweifhobeln ... alles kein Thema,läuft.
ABER: Wenn ich mal eine große Fläche (nach dem Verleimen breiterer Streifen zu einer großen Fläche) abrichten will oder (wie kürzlich) ein großes Stück (50x25cm) Bohle als Grundplatte für ein Automodell herrichten will, stoße ich irgendwie an meine Grenzen.
Ausgangslage: Alte Eisenhobel aus USA (also die noch guten Gussqualitäten)... Stanley 4 1/2 mit dickem Veritas-Eisen, Stanley 5 mit Ron Hock Eisen, alle überholt, Eisen rasiermesserscharf.

Symptom: Ich stelle gaaanz langsam das Eisen zu... und dann plötzlich beißt der Hobel an gewissen Stellen, aber dort zu stark. Stelle ich etwas zurück, flutscht er ohne Spanabnahme übers Holz. Echt nervig

Könnte natürlich an der Geduld liegen (muss erst die erhabenen Stellen egalisieren, bevor die tieferen Stellen Spanabnahme zeigen).
ABER (und jetzt kommt's)... vielleicht sind auch meine alten Hobelsohlen einfach nicht plan genug? Oder die Eisenverstellmechanismen zu ungenau oder nachgiebig?

Und damit komme ich zur eigentlichen Frage: Hat jemand von Euch schon mal einen direkten Vergleich zwischen einem alten Stanley oder Record gegen ein vergleichbares Modell von Veritas, Clifton oder Lee Nielsen gehabt? Macht sich deren (angebliche) Präzision wirklich bemerkbar? Oder ist mein handwerkliches Geschick und Übung auf diesem Gebiet einfach nur unzureichend?

Ich schaue mir oft die Videos von Doucette & Wolfe an (die ich überhaupt fantastisch finde)... die haben nur die Premium-Marken am Start... sicher auch ein wenig Influencing im Spiel und ausserdem haben die nur "Filet-Holzstücke" in Bearbeitung. Aber wenn ich sehe, wie schön die da übers Holz gleiten und welche Späne die erzeugen... das schaffe ich meist nur beim Fügen. Daher frage ich mich, ob sich die extra-Investition in so einen Roll-Royce-Hobel lohnt. Ansich mag ich das Arbeiten mit alten, hergerichteten Werkzeugen mehr... aber ich will verdammt nochmal auch so dotterweich über's Holz gleiten wie die D&W's..

Danke für Eure Gedanken und Gruss,
Thomas

PS: Und nein, der Thread hat nix damit zu tun, dass ich bald Burtseltag habe und noch nicht weiß... ;-))

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