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Re: Holzhobel optimieren 1 - Schlichthobel

Hallo Rafael,

bitte entschuldige die späte Antwort. Ich hatte zwar Deinen Beitrag gelesen, die Frage am Ende aber überlesen.

Das Eisen hatte ich überprüft, wie man den Fotos entnehmen kann. Es war bzw. ist leicht konkav und damit meiner Meinung nach ideal geformt, um schnell eine zufriedenstellende Spiegelseite zu erhalten. Deshalb und auch weil nur wenig am Hobelbett zu verändern war, habe ich auch dort angesetzt. Bei einem komvexen Eisen ist Dein Weg wahrscheinlich der geignete. Das gilt insbesondere für den Fall, wenn man mehrere Eisen für einen Hobelkörper verwendet, so wie ich es mache. Dann müssen alle Eisen möglichst eben oder leicht konkav sein.

Auch bin ich etwas skeptisch gegenüber der Aussage von Andreas, wenn er zum stärkeren Verkeilen rät. Vom Gefühl her schätze ich die Eisen auch als so steif ein, dass diese kaum durch den Keil derart verformt werden können, dass sie überall auf das Bett gedrückt werden. Mir widerstrebt es zudem, den Keil zu stramm einzutreiben, da sich dann das Eisen nicht mehr so leicht mit dem Hammer auf den Schlagknopf justieren lässt. Genau diese Möglichkeit der exakten Einstellbarkeit mittels Klopfen zeichnet ja gerade einen guten Holzhobel aus.
Auch habe ich durchaus Respekt vor den hohen Kräften, die dann durch den kleinen Keilwinkel auf die Wangen des Hobelkörpers übertragen werden. Das möchte ich nicht bis an die Grenze ausreizen.
Auch ein Holzhobel ist ein Präzisionswerkzeug und muss exakt gearbeitet sein, damit er einwandfrei arbeitet. Kleine Anpassarbeiten sind nicht schlimm und schnell erledigt - und man wird mit deutlich besseren Ergebnissen belohnt!

Gruß,
Martin

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