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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Zapfenlöcher stemmen
Antwort auf: Re: Zapfenlöcher stemmen ()

Hallo Friedrich, Hallo Michael,
Zum Thema "Meiner-ist-der-Größte" :-)
Ja, freilich sind die Griffe der Kirschen Lochbeitel mit 17cm Länge und 45mm Stärke überdimensioniert, aber das spricht auch
für den harten Einsatz. Mit einer Fasenlänge von 35mm bei 25 Grad muß ein sicherer Halt gewährleistet sein, weil der Beitel eben
nicht in Schlagrichtung, sondern zur Spiegelseite vorzudringen neigt. Die Schneidenform ist ja ein größerer einseitiger Keil als
beim relativ kleinen Stemmeisen. Während ich das Stemmeisen etwas über der Schneide halte, um genau am Riß anzusetzen, und
kontrolliert schlage, halte ich den Lochbeitel immer am Griff und gebe harte Schläge. Nur so kann ich mir das erklären.
Mit einem Stemmbeitel kann ich auch putzen und mit der Hand fasen, während der Lochbeitel immer den harten Stemmarbeiten
vorbehalten bleibt.
Zum Anstemmen würde ich den größtmöglichen Beitel nehmen. Um das Zapfenloch zu vertiefen, kann ich kleinere Beitel benutzen.
Wichtig ist, dass sie scharf sind und und die Fasern nicht zerdrücken. Bei Nadelholz ist es ratsam nicht im rechten Winkel, sondern
ins Holz zu stemmen, als größer als 90 Grad; dadurch läßt sich das relativ weiche Holz besser schneiden. Das sieht man später nicht
und die Seitenflanken des Lochs werden eh mit Leim ausgefüllt. So würde ich das machen,...Michael
Beste Grüße
Andreas

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