Veritas Stemmeisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Schrupphobeleisen mit Spanbrecher

Hallo,
da gibt es ja unterschiedliche Meinungen.
Veritas schleift die Spanbrecher auf 30°
andere Experten und auch der Autor des Artikel empfehlen 45°
und das oft zitierte japanische Video erzielt die besten Ergebnisse bei ca. 70°.
Das Geheimnis bei all den Angaben bleiben aber immer die restlichen Parameter, wie z.B,. Holzart Spandicke Holzfeuchte Schnittwinkel , .... Es kann schon sein, dass z-B. bei Fichte ein 30° Spanbrecherwinkel besser ist als ein 70°Winkel oder umgekert
Mir am plausibelsten und universellsten erscheint 45°, was zu einer Spanumlenkung von 90° bis 95° führen sollte.
Ich habe meinen Veritas Spanbrechen auch schon mal auf 70° geschliffen, konnte aber kein besseres Hobelergebnis erzielen,, außer das man mehr Kraft benötigt (gefühlt).
Jetzt hat der Spanbrecher wieder 40, weil ich das gerade noch so mit der Schleifführung bewerkstelligen konnte.
Mit den beiden andern Parametern Abstand Schneide-Spanbrecher und Hobelmaulweite verhält es sich ähnlich. Da ist es auch immer eine Gratwanderung . Sind die Abstände zu klein funktioniert der Hobel nicht oder es geht sehr schwer sind sie einen Tick zu groß bleibt die Wirkung aus.
Deutlich effektiver als der Spanbrecherwinkel erscheint mit der Schnittwinkel.
Bsp.
Ich habe einen Veritas Falzhobel Dieses ist ein BD Hobel ohne Spanbrecher und Hobelmaulverstelltung. Das Hobelergebnis kann nur durch die Spandicke und Schneide bestimmt werden.
Jetzt habe ich ein dickeres Eisen eingebaut und eine Gegenfase von 7° angeschlifen (schnittwinkel neu ca 52°). Diese Gegenfase bei dem dickeren Eisen ist so groß geschliffen das eine Hobelmaulöffnung von ca. 0,1mm entsteht (man hätte natürlich auch des vorhandene Eisen unterlegen können). Damit wird aus einem Schlichthobel ein Putzhobel auch ohne Spanbrecher.
VG
Georg Pfab

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