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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: von der Seite?
Antwort auf: von der Seite? ()


Die Zähne von der Seite anzusehen, kommt mir total verrück vor.
Genauso, wie ein Lineal zu benutzen, um zu wissen, ob die Zähne gleich hoch sind.
Dafür achte ich ja auf die Kopfflächen. Kanst Du das erläutern?

Gerade wenn man nicht so versiert ist, beseht real die Chance, dass man die Zähne klein feilt. Das ist mir so bei meinem ersten Blatt und auch der Vintagesäge passiert. Bei letzterer waren die Zähne alle sehr verschieden und man hatte überall verschieden große Kopfflächen. Ich persönlich habe eher von 2 Uhr ausgefeilt. Marks Position war deutlich näher an 3 Uhr. Das lag aber auch daran, dass meine Schutzbrille nur eine Lesevergrößerung am unteren Rand hatte. Ich muss mir da noch etwas besseres suchen. Durch den tiefen Stand, den habe ich nicht erwähnt, konnte man aber auch immer einen Blick von oben auf die Zähne werfen, wenn man sich aufrichtete. Am ersten Tag fühlte sich das komisch an, aber am Ende war das dann die automatische Position, die man einnahm. Wann kann von der Seite wirklich sehr gut sehen kann sind die Flächen, die man gerade anfeilt und auch wie die Zähne zueinander stehen.

Und bitte schreib mehr zum richten. Und habt ihr auch Blätter gespannt? Tensioning? Da legt Mark in der PR ja großen Wert drauf.

Wenn die Blätter der Rückensäge neu in den Rücken geklopft werden, beim Sägen hängen geblieben ist oder die Säge runterfliegt, verschieben sich bei den Sägen mit geklemmten Rücken das Sägeblatt. Meistens hat man eine oder mehrere Kurven.

Man stellt die Säge auf eine Holzfläche und klopft einmal vorne und hinten drauf und das Blatt begradigt sich. Wenn der Griff etwas wackelt, kann man durch das Zurückklopfen des Rückens auch das beheben. Der Rücken spannt die Säge gegen die Schrauben. Das haben alle Schüler selber gemacht und es funktioniert genauso wie Mark es auf seinem Video demonstriert.

Alle anderen Dellen in den Rückensägen sind durch verbiegen des Rückens repariert worden. Die Säge wurde an der Spitze eingespannt, so dass man über den Griff auf das Ende der Säge gucken kann. Dann wurden zwei Rollgabelschlüssel am Rücken angesetzt und durch leichtes Verschieben wurde der Bogen reduziert. Oft hat sich der Bogen dann auf der Säge verschoben, so dass man die Schlüssel immer wieder versetzen musste. Das hat allerdings keiner selber gemacht.

Bei meinem Fuchsschwanz haben wir das Federverhalten verbessert, in dem wir das Metall ungefähr entlang der Mitte der Säge auf einem Amboss mit Hammerschlägen komprimiert haben. Die Kurven wurden durch Hämmern der Flächen reduziert. Wir sind da aber nicht in die Tiefe gegangen. Vermutlich kann man sich eine ganze Woche damit beschäftigen, wie man Metall davon überzeugt wieder gerade zu werden und so zu federn wie in jungen Jahren.

Viele Grüße

Sebastian

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