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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Schale und Beitel dafür

Hallo Andreas,

Dazu muss ich was sagen.

Ich kann Hohleisen schärfen. Es ist aber schon etwas schwieriger, zumal von Hand (ich kauf mir doch keine Tormek nur dafür!). Und die konischen Steine... Was macht man, wenn die (wie irgendwann jeder Stein) abgenutzt sind? Also, ein Werkzeug mit flacher Spiegelseite ist schon erheblich einfacher zu schärfen.

Selbstverständlich kann ein Beitel mit flacher Spiegelseite nur anstelle von "richtigen" Hohleisen mit sehr flacher Krümmung eingesetzt werden, also etwa Stich 5 und darunter. Bei stärker gekrümmter Fase wird die Schneidengeometrie außerhalb der Mitte problematisch (sehr großer Keilwinkel).

Es ist schön, dass Du zur Vorsicht rätst. Schnitzen ist (zumal bei Ungeübten) immer mit der Gefahr kleiner Verletzungen verbunden. Aber ich kann Dir versichern: Ein solcher Beitel ist problemlos zu führen, eine besondere Verletzungsgefahr habe ich nicht festgestellt.

Selbstverständlich ist bei kleinerem Keilwinkel an der Schneide der Kraftaufwand geringer. Aber nur der Kraftaufwand an der Schneide selbst. Die Form eines gebogenen Eisens macht es leider sehr schwierig, die Kraft an die Schneide zu bringen. Wenn man etwas schaffen will, ist darum ein gerades 40°- Eisen erheblich leistungsfähiger als ein gebogenes mit 30° (egal ob es sich um ein Hohleisen oder ein gerades Stecheisen handelt). Zur Beseitigung der allerletzten Unebenheiten nehme ich dann gern ein gebogenes Eisen (obwohl das gar nicht sein müsste). Es ist immer angenehm, auch mal das Werkzeug zu wechseln.

Mein Fazit: Wer eine flache Hohlform (Löffel, Schale oder ähnliches) mit einem Beitel sauber ausarbeiten will, aber Probleme hat, Hohleisen in der dafür erforderlichen Qualität zu schärfen, sollte es mal mit einem Beitel wie von mir beschrieben versuchen.

Güße, Friedrich

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