Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Schlichthobel - oder wie man zum Brett kommt *LINK*
Antwort auf: Re: Schlichthobel ()

Hallo Markus,

ich muss gestehen, ich tue mir leider - immer noch - schwer mit den Begriffen. Es geistern da doch so einige rum. Ich hab mich dann mal auf der tollen Seite von Wolfgang Jordan umgesehen. Und dort führt er folgendes aus:

Rubrik "Hobel zur Bearbeitung von Flächen" ( https://www.holzwerken.de/museum/bankhobel.phtml#schlicht )

- Schrupphobel: "Der Schrupphobel ist schmäler als die anderen Bankhobel. Mit seiner stark gerundeten Schneide wird ein Brett grob abgerichtet und auf eine bestimmte Dicke gebracht."
- Schlichthobel: "Der Schlichthobel hat ebenfalls ein einfaches, manchmal ein doppeltes Eisen, das aber nur leicht gerundet ist. Er dient zu einer ersten Bearbeitung von sägerauhem Holz oder dem Glätten einer vom Schrupphobel bearbeiteten Fläche."
- Doppelhobel: "Ebenfalls zum Glätten dient der Doppelhobel. Mit seinem doppelten Eisen und dem feineren Maul ist die erzielte Fläche aber deutlich besser. Mit dem Doppelhobel kann ein Brett auch 'abgezwercht' werden. Dabei wird diagonal gehobelt und das Brett dadurch gleichzeitig in der Breite abgerichtet."
- Putzhobel: "Mit dem Putzhobel wird die Holzoberfläche vor der Endbehandlung sauber abgehobelt (geputzt). Daher sind die Anforderungen an einen Putzhobel besonders hoch. Ein enges, möglichst einstellbares Maul und ein besonders scharfes, gerade geschliffenes Eisen mit Klappe gehören zu den Voraussetzungen."

Soviel zu den Begriffen - mir hat's geholfen.

Ich bin ja kein Profi und kann daher nur aus meiner begrenzten Erfahrung berichten. Jedoch beschränkt auf Metallhobel. Auf den Suhrupphobel habe ich (bisher) verzichtet; mir aber fest vorgenommen, das mal auszuprobieren, wenn ich "mal wieder" ein Brett von Hand hobeln "möchte". Meine Vorgehensweise ist im Grunde dann so, dass ich mit den "langen" Hobeln anfange (d.h. idR eine Nr. 7) und mich dann zu den kürzeren vorarbeite; z. B. Nr. 5, 4 1/2. Allen bis dahin benutzten Hobeln ist gemein, dass das Eisen 60 mm breit ist, der Fasenwinkel 30 Grad und der Bettungswinkel des Frosches 45 Grad beträgt. Ein Verstopfen gibt's in den allermeisten Fällen nicht; die Späne können "sehr stark" eingestellt werden. Verputzt wird dann meist mit einem 4 1/2 (mit einem Bettungswinkel von 50 Grad) oder einem Nr. 164 ( bei dem kann ich das Hobelmaul variieren und auch den Schnittwinkel ändern. Die Ecken an den Eisen sind bei diesen Hobeln "angehoben" / gerundet, um die typischen Hobelriefen zu verringern. Ein Beispiel dafür findest Du auf dem Blog ( https://holzwerkstattblog.wordpress.com/projekte/2014-2/schubkasten-regal/4-aushobeln-per-hand-1-teil/ ).

Herzliche Grüße

Tom

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