Aufbewahrungsbox für Veritas-Hobeleisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Schlichthobel

Wenn das so ist (dass also ein Bankhobel ohne Spanbrecher deutlich müheloser hobelt, mit dem erhöhten Risiko von Einrissen, selbstverständlich), wie kann es denn sein, dass es bei den eisernen Hobeln keine Schlichthobel gibt? Stanley und auch die zahlreichen anderen Hersteller eiserner Hobel haben sowas nicht angeboten, und die haben doch ansonsten jede tatsächliche oder vermeintliche Marktnische bedient.

Bei den hölzernen Hobeln ist ja der mit Spanbrecher die neuere Variante. Und wenn er einen Keil hat, hindert den Benutzer nichts daran, den Spanbrecher sehr weit zurückzuziehen. Bei eisernen Hobeln der gängigen Bauart (Stanley und Konsorten) ist das anders: Der Zustellmechanismus gleift mit seinem Finger in den Spanbrecher, der darum nur wenig zurückgezogen werden kann. Ist das eine Einschränkung, die man in der Begeisterung über diese praktische Technik übersehen und an die man sich dann einfach gewöhnt hat?

Interessanterweise sind Flachwinkelhobel von dieser Einschränkung frei und wie ein Schlichthobel einsetzbar, mit etwa 35° Keilwinkel am Eisen und weitem Maul.

Man müsste mal einen Vergleich zwischen einem Schlichthobel und einem Doppelhobel mit weit zurückgezogenem Spanbrecher machen. Ist da wirklich noch ein spürbarer Unterschied? Geht natürlich nur, wenn beide aus Holz sind, denn dass eiserne Hobel nicht so gut gleiten ist klar.

Grüße, Friedrich

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -