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Re: Schlichthobel *MIT BILD*
Antwort auf: Schlichthobel ()

Hallo zusammen,

ich bin jetzt glücklicher Besitzer eines Ulmia Schlichthobel.

Den Unterschied zum Doppelhobel wird deutlich, wenn man beide gleichzeitig benutzt (wie schlau ;-) ).
Es galt, die Seitenwände einer alten Schublade aus Eiche um 5 - 8 mm niedriger zu hobeln.
Aus meiner Sicht die richtige Arbeit für den Doppelhobel.

Eiche hat aber sehr groß Poren und wenn sie alt ist, dann neigt sie dazu, zu bröseln.
So jedenfalls meine Erfahrungen.

Folge war, dass der Doppelhobel ruckzuck verstopft war.
Diesen gepressten Brösel wieder aus dem Hobelmaul zu kriegen ist nicht so einfach und geht manchmal nur, wenn man das ganze Eisen raus nimmt.
Ohne wirklich große Hoffnung auf Besserung zu haben dachte ich mir, versuch es doch mal mit dem Schlichthobel.
Und siehe da, er machte seine Arbeit vorzüglich.
Kaum Verstopfung und wenn doch, konnten die Brösel nur durch umdrehen und leichte in die Hand schlagen des Hobels die Brösel aus dem Hobelmaul entfernt werden.
Die gehobelte Hobelfläche war von guter Qualität, obwohl ich einen ziemlich dicken Span eingestellt hatte.
Auch ging der Hobel viel leichter, was nicht verwunderlich ist, da er ja nicht verstopfte.
Ich ärgere mich aber jetzt gerade, dass ich nicht auch anderes Holz zum Vergleich genommen habe.
Ich wollte halt fertig werden...

Fazit: Der Hobel hat überzeugt und ist sehr sinnvoll, obwohl die eigentliche Aufgabe, das Schlichten bzw. Zwerchen einer Platte, noch gar nicht angegangen wurde.

Hier ein paar Bilder

so sahen die Späne aus

links der Schlichthobel, rechts der Doppelhobel, beide direkt nach ein paar Hobelzüge über die Kante der Schubladenseitenwand (seht ihr im Hintergrund)

Viele Grüße

Markus

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