Juuma Türenspanner - auch für Leimholzherstellung

Handwerkzeugforum für Holzwerker

offene Fugen

Hallo Johannes,
ein sehr schönes Projekt. Steht bei mir auch schon lange auf der Wunschliste. Das Blei hab ich schon mal besorgt und lass es zur besseren Verarbeitbarkeit seit ein paar Jahren gut abliegen und Lufttrocknen ;-) Mal schaun ob doch noch mal eine Hobelfüllung draus wird, aber gut Ding braucht Weile.

Nun aber zu den Fugen bei deinem Hobel. Da du schreibst, dass die Passung beim "Trockenleimen" gut war, tippe ich auf den Knochenleim als Verursacher der Fugen. Du hast bei deinem Hobel doch einige Flächen auf einmal verleimt und da wird es schwierig Knochenleim schnell genug zu verarbeiten. Der Leim geliert dann bevor du Pressdruck aufbauen kannst und es wird sehr schwer die Fugen dicht zu bekommen. Es gibt dazu einige Lösungsvorschläge fürs nächste Projekt die berücksichtigen, dass du vermutlich absichtlich Knochenleim und keine modernen Leime verwendest:

- Alle zu verleimenden Holzteile vorwärmen - geht bei den wenigsten Leuten gut, weil kaum jemand einen Holzofen (schon garnicht im Sommer) oder eine so große Wärmeplatte in der Werkstatt hat, geht aber manchmal mit einem Heißluftfön bei kleineren Sachen
- nachdem auf allen Flächen Leim ist, nochmal schnell mit einem Pinsel und heißem Wasser über die Leimflächen streichen
- den Knochenleim 1:1 mit Hautleim zu mischen - der Hautleim geliert nicht so schnell und die Mischung hat sich bewährt und sollte auch die Haltbarkeit nicht mindern
- Fischleim verwenden - bei komplizierten Verleimungen eine große Hilfe, der hat eine lange offene Zeit und ist trotzdem gut reversibel (vor allem wenn die Verleimungen noch jung sind)

Auf jeden Fall ein schöner weitere Hobel den ich mir zum Vorbild nehmen kann. Danke fürs zeigen.

Schöne Grüße, Michael

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