Aufbewahrungsbox für Veritas-Hobeleisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Wo das Problem liegt?

Hallo Heinz,

ich will mal erklären, warum ich bei metrischen Gewindespindeln gelandet bin.

Ich wollte eine ganz einfache Moxon- Aufsatzzange bauen für Arbeiten wie, ganz typisch, die Herstellung von Schwalbenschwanzverbindungen. Die Zangen, die ich gesehen habe und die Bausätze dafür arbeiten alle mit feststehenden (Trapez-) Spindeln und Handrädern, die sich auf diesen Spindeln drehen. Folge: Das Spindelende steht vor und ist im Wege. Das fand ich nicht gut, ich wollte gern eine Moxon mit drehenden Spindeln bauen, vor deren beweglicher Backe nur das Handrad vorsteht.

Nun finde ich auch, dass eigentlich Trapezspindeln das Naheliegendste für solche Spannanwendungen sind. Also habe ich nach Trapezspindeln gesucht, auf die ich ein Handrad aufstecken kann, und Trapezmuttern, möglichst so lang dass sie die Spindel auch führen können. Sowas habe ich aber nirgends gefunden.
Ich bin (obwohl Maschinenbauingenieur) nicht für umfangreichere Metallbearbeitung ausgerüstet, kann mir sowas darum auch nicht herstellen, ich kann beispielsweise keinen Zapfen für ein Handrad an eine Trapezspindel anbringen.

Ich habe also nach einer Möglichlichkeit gesucht, die Mechanik für eine Moxon- Zange mit drehender Spindel aus handelsüblichen Elenmenten und mit meinen technischen Möglichkeiten herzustellen. Und so bin ich auf diese Konstruktion gekommen. Sie ist kostengünstig und sie funktioniert gut.

Und was nun die "bequeme schnelle Verstellmöglichkeit" angeht: Für das Festspannen und Lösen eines Werkstückes (mit minimalem Spannweg) ist die Spindelsteigung völlig belanglos, das ist nur eine Bewegung aus dem Handgelenk an jeder Spindel. Und wenn ich für das Aufmachen der Backe von 20 auf 40 mm fünf oder zehn Sekunden mehr brauche als jemand, der Trapezspindeln hat - was soll mich daran stören? Hinterher säge ich wieder eine halbe Stunde an meinen Schwalben.

Grüße, Friedrich

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