Juuma Türenspanner - auch für Leimholzherstellung

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Herrichten eines Hobels

hallo Rouven,

Wolfgang hat natürlich recht. Der Hobel taugt bestenfalls als Deko-Stück, auf deutsch: Staubfänger.

Ich möchte dich trotzdem ermutigen, ihn herzurichten. Du kannst da einige Arbeitsschritte üben, es gibt da genug zu tun. Ich vermute. dass es sich um einen Schlichthobel handelt. Also die Schneide ganz wenig bogenförmig schleifen. Das Hobelmaul etwas schliessen. Da gibt es einen einfachen Trick : in die Bettung des Eisens einen oder zwei Streifen Furnier einlegen . Braucht nicht mal verleimt zu werden, ist also reversibel. Ich fixiere so etwas mit einem Klebestift.
Die Ausbrüche hinter dem Eisen deuten darauf hin, dass die Sohle ziemlich rigoros überarbeitet werden muss. Ich nehme an, dass du keinen Schabhobel hast, aber du kannst dich mit einem alten Hobeleisen als Schaber behelfen. Nimm eine polierte Granitfliese oder ein Stück einer Stein-Fensterbank und schmier sie mit schwarzer Schuhcreme ein. Da stellst du den Hobel drauf (Eisen drin lassen, aber etwas zurückziehen) und schiebst ihn einen Zentimeter oder zwei nach vorn. Auf der Hobelsohle sind dann die Hochpunkte deutlich markiert. Abschaben und wiederholen ad infinitum.....

Falls du das Hobelmaul mit einem Einsatzstück verkleinern willst (diese Arbeit lohnt hier nur als Übungsstück) , dann solltest du dies erledigen, bevor du die Sohle abrichtest. Nimm abgelagertes knochentrockenes Holz. Hainbuche (Weissbuche) ist gut. Achte darauf, dass die Maserung in Richtung des Hobelmauls ein wenig ansteigt, dann ist die Haltbarkeit besser.

Falls die Aktion schiefgeht - mach dir nichts draus. Du hast was gelernt, das allein zählt.

viel Spass beim Lernen!
reinhold

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