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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Abrichten Schruppstein
Antwort auf: Abrichten Schruppstein ()

Hallo Gregor,

ich verwende auch überwiegend die Methode mit dem Schleifpapier.
Das funktioniert bei mir ganz hervorragend für Steine von 400-6000. Mein einziger gröberer Stein (ein Naniwa 220) lässt sich so aber auch nur schwer abrichten, aber der lässt sich auch mit einer Diamantplatte nur schlecht abrichten.

Ich denke, dass es nicht direkt mit der Körnung des Steines zu tun hat denn ich kann keine merklichen Unterschiede zwischen einem 400er und einem 6000er feststellen - beide lassen sich hervorragend abrichten, sondern eher dass einfach manche Steintypen schlecht mit dem Schleifpapier harmonieren.

Der Verbrauch an Schleifpapier ist bei mir auch sehr gering, geschätzt reicht ein Blatt ca. für einen halben Stein. Es verliert seine gefühlte Schärfe zwar recht schnell (bereits nach wenigen Anwendungen fühlt es sich so stumpf an, dass man es zum Schleifen von Holz wahrscheinlich nicht mehr verwenden würde), aber es trägt weiterhin unverändert viel Material vom Stein ab. Meiner Meinung nach liegt das darin begründet, dass die Wirkmechanismen zwischen Schleifen und dem Abrichten der Steinen grundverschieden sind. Beim Schleifen braucht es scharfe Körner, die mikroskopisch kleine Späne vom Grundmaterial abtragen. Stumpfe Körner taugen hier nichts. Beim Abrichten der Wassersteine ist das anders, hier geht es nur darum eine ausreichend raue Fläche bereitzustellen, an der sich die Körner des Wassersteine "festhaken" und dann durch die Bewegung aus dem Steinverbund ausbrechen. Eine Zerspanung in eigentlichen Sinne gibt es hier nicht. Die Tatsache, dass Klinker oder zB die Oberfläche einer geflammten Granitplatte ebenso im Stande sind die Wassersteine abzurichten untermauert diese Ansicht.

Ich verwende Nassschleifpapier mit Siliciumcarbid, eventuell funktioniert das besser als Papier mit Korund?

LG Wolfgang

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