Schweifsäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Rahmensäge für Männer

Hallo und eine schönen Sonntag,

zunächst erst einmal vielen Dank für eure aufmunternden Worte und Fragen. Letztere, versuche ich chronologisch zu beantworten.

@ Johannes

Zahnteilung

Ja man stößt hier an Grenzen. Man braucht Ausdauer, Technik und Kraft, um solch eine Säge präzise zu bedienen. Für mich ist da
definitiv ein Grenze erreicht. Ich habe echt nicht vermutet, dass sie so einen großen Widerstand aufbaut. Ehrlich gesagt
hatte ich ursprünglich über 14 mm nachgedacht. Jetzt bin ich froh, nur 12 mm ausgeführt zu haben.

Das Design

ist von Tom Fidgen. Wenn mein Rahmenstück mit den Löchern länger gewesen wäre, hätte es richtige Griffe bekommen.
Aber, ich wollte den Raum zwischen den Holmen nicht verkürzen. Ich finde seine Ideen insgesamt sehr toll. Warum nicht
von den Meistern lernen?

Deine Sägetechnik

probiere ich aus, wenn ich "ernst" mache. Vorher muss ich aber wohl meine Hobelbank etwas verrücken, damit ich
das Sägeblatt in voller Länge nutzen kann. Man braucht schon Platz. Danke für die Beschreibung!

@ Uwe

Zum Auseinandernehmen:

Mir erschließt sich nicht wirklich, warum das verleimt werden soll. über die Rechteckrohrprofile kann mit der Schraube
schon gehörig Kraft zum Spannen des Blattes erzeugt werden, damit nichts wackelt. Und so oft zerlegt man die Säge bestimmt nicht.

Feilzeit:

Der Schrotsägenstahl ist nicht extrem hart. Ich habe mit einer kleinen Feile begonnen und die Hauptarbeit mit einer mittleren Feile erledigt.
Die war dann aber auch stumpf. Die große habe ich dann ganz zum Schluss eingesetzt, als die Zahnrückseite von der Feile nicht mehr
vollständig abgetragen wurde. Ganz zum Schluss habe ich dann eine kleine "Mikrophase" an die Rückseite frei Hand gefeilt.
Für das Feilen kann man so schon ca. 7 bis 8 Stunden veranschlagen. Das hat sich bei mir aber über einige Wochen hingezogen und erst als
das Thema im Forum heiß wurde, habe ich das ganze beschleungt. Ansonsten hätte ich die Säge wohl erst zwischen den Jahren fertiggestellt.
Der Bau hat sich sowiso schon viel zu lange hingezogen.

Schränkung:

Sie ist ca. 0,8 mm nach Friedrichs Definition. Das werde ich definitiv noch etwas verringern müssen.

@ Markus

Ich finde auch, dass man es nicht zu kompliziert machen sollte und man muß keine Metaller sein.

Der Schlitz

entstand mit einer normalen Eisensäge, Ich habe ihn mit dem selben Sägenblatt auch noch entgratet und minimal erweitert, sodass das
Blatt auch hineingepasst hat. Also wirklich kein großes Ding.

Das Gewinde

in den Rohrprofilen habe ich mit einem Gewindebohrer reingeschnitten. 4 mm Profildicke sollte für ein haltbares Gewinde ausreichen. Als
"Zusatzversicherung" habe ich an den Rückseiten beider Profie ein M10-Gewinde reingeschnitten. Ein kleiner Gewindeschneidsatz sollte
auch in einer Holzwerkstatt nicht fehlen. Man benutzt ihn nicht oft, aber Hin und Wieder ist er sehr nützlich. Aber auch ein geklebte Schraube
könnte funktionieren. Die würde ich dann aber auf der Profilinnenseite anbringen, weil sie an der Außenseite eher abreißen kann.

Sägeschnitt:

Ich finde den Schnitt gar nicht mal so schlecht. Das war ein improvisiert ausgeführter Schnitt, bei dem ich nur sehen wollte, wie schnell die Säge ist.
Ich hatte das Stück nicht exakt eingespannt und so haben sich die Schnitte etwas verfehlt. Aber sie waren in sich gerade, weil die Zähne sehr stabil
sind und auch das Gewicht von 6 kg aushalten. Für die Rauhigkeit des Schnittes, darf man bei großen Zahnteilungen keine Wunder erwarten,
aber sie ist etwa vergleichbar mit der Rauhigkeit aus einem Sägewerk. Wichtig ist, dass der Schnitt gerade ist und das ist er. Glatt hobeln muß man
das Holz sowieso. Zumindest konnte ich keine Berge oder Täler erkennen (außer dem Versatz, als sich die Schnitte trafen), aber dafür war das Holz
wohl auch zu dünn.

LG Micha

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