Handwerkzeugforum für Holzwerker

Erfahrungsbericht

Hallo zusammen,

dann will ich auch mal anfangen...

letztes Wochenende war ich bei Friedrich Kollenrott und habe ausgiebig seine Rahmensäge benutzt.
http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/page/1/md/read/id/75892/sbj/markus-b-saegt/

Vorab ein Fazit:
Es war eine ziemliche Plackerei, weshalb ich der Meinung bin, dass man sich gut überlegen soll, ob man sich so eine Rahmensäge bauen will, außer man möchte sie sich nur an die Wand hängen.

Folgende Erkenntnisse habe ich gewonnen:
(Entschuldige Friedrich, wenn ich jetzt hier auch Schwächen deiner Säge aufführe)

1. Die Säge war zu kurz (Sägeblatt 70 cm)
Ich würde ein Sägeblatt von wenigstens 90 cm, vielleicht sogar 100 cm nehmen.

2. Die Zahnweite (7,5 mm) war für 29 cm Rotbuche zu klein.
Die Zahntäler waren verstopft, wodurch natürlich die Sägeleistung litt.
Ich würde es gerne mal mit 10 mm ausprobieren.
Grundsätzlich glaube ich, dass man 2 oder 3 Bätter (oder noch mehr) mit unterschiedlichen Zahnweiten je nach Bedarf haben sollten.

Zahlen bzgl. Schränkung und Zahnneigung habe ich nicht, aber:
Bei einer Rahmensäge ist es m. E. wesentlich wichtiger sie scharf zu halten als bei den kleineren Handsägen.
Bei einer kleinen mäßig scharfen Handsäge ist der Arbeitsaufwand gut zu bewältigen, bei einer Rahmensäge kommt man dann schon eher an seine Grenzen.
Zuerst waren wir nämlich der Meinung, dass die Säge noch recht scharf sei.
Ich habe also gesägt und nach dem ersten Schnitt (ca. 60 cm) habe ich sie geschärft (nicht geschränkt), danach ging es deutlich besser (unglaublich was ;-) ).
Dann habe ich wieder gesägt und nach dem 2. Schnitt hat Friedrich sie neu geschränkt und geschärft und da war der Unterschied noch wesentlich deutlicher.
Am Ende des letzten Schnittes habe ich aber stark gemerkt, wie die Sägeleistung wieder nach unten ging. Man hört es auch.

3. Die Griffe waren nicht optimal.
Zum einen waren sie zu kurz, so dass ich nicht mit allen Fingern ziehen konnte.
Zum anderen war die Druckfläche für die Ballen nicht flächig genug.
Wenn man wirklich viel sägen will sollte der Griff an die eigene Hand optimal angepasst sein.
Angenehm war aber die nicht ganz senkrechte (ich schätze so 10 Grad Neigung nach innen) Anordnung der Griffe.

Wenn mir noch was einfällt, dann schieße ich es nach...

Viele Grüße

Markus

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