Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Meine Klobsäge zum Auftrennen *LINK*

Hallo Friedrich,

danke für Deinen Kommentar. Ja so eine Klobsäge ist wirklich nur was für Härtefälle wie uns. Gestern habe ich fleißig mit ihr gesägt. Diesmal 140mm breite Hainbuche. Geht gut. Manchmal hat die Hobelbank etwas gezittert aber mehr als ein paar Millimeter hat sie sich nicht bewegt. Meine kleine Spannzange tut sich da schon schwer, aber mit einem aufgespannten Widerlager in Form einer Zwinge ging das auch. Der Sägefortschritt ist wirklich beachtlich im Vergleich zu einer Säge mit 5mm Zahnteilung. Nur leicht steuern lässt sie sich nicht, da muss ich evtl. noch die Schränkung minimal erhöhen, da lass ich aber erstmal die Finger davon und probiere so noch etwas aus. Ja die 1000mm kann man schon ausnutzen. Shannon Rogers hat ein ausführliches Video über die Blackburn Tools Rahmensäge gemacht, welche ja auch bei Dieter im Programm ist. Er besitzt eine 900mm und eine 1200mm Variante und sagt er würde fast nur die lange benutzen. Soviel dazu. Die Blackburn ist mit ihren 2 1/3 TPI natürlich auch in Sachen Zahnteilung noch eine Spur krasser. ... 2 1/3! Ja Friedrich über sowas muss man sich doch auch aufregen. Ich tue es jeden Tag auf der Arbeit. Es sind ja nicht nur die Einheiten, das schlimme sind die Normen (DIN/EN - ANSI). Da darf bloß nichts zusammenpassen ob Gewinde, Flansche oder Netzfrequenz, etc.

Warum ich gerne auf Leim verzichte? Ersten mag ich es, wenn man die Stücke völlig problemlos wieder auseinander nehmen kann. Zweitens und viel wichtiger: Die Holzbearbeitung mit Handwerkzeugen ist doch Entspannung pur. Wenn der Hobel zischt, da vergisst man die Zeit und taucht ein in einen Zustand der Glückseligkeit (zumindest wenn es denn mal klappt, das Brett gerade wird und es keine hässlichen Ausbrüche gibt, ansonsten ...). Ja und das Leimen, ist für mich genau das Gegenteil. Alles Planen, bloß nichts vergessen, hetz hetz, doch eine Zwinge zu wenig geholt, Oh das war zuviel es tropft, warum verrutschen die Zulagen ständig?, etc. Ich weiß, das mag jetzt übertrieben klingen, aber während des Leimens bin ich einfach alles andere als entspannt.
Das aber meine Zapfen exakter wären als Deine kann ich mit absoluter Sicherheit verneinen. Aber im gespannten Zustand wackelt da nichts. Und ich glaube auch nicht, dass in diesem Fall der Leim Verzug aufhalten könnte. Falls die Holme sich drehen wollen, tuen sie das doch auf ganzer Länge oder liege ich falsch?

Wegen der Mikrofase häng ich mal den Link dran. Ab ca. der 25 Minute macht er das. Ich finde deshalb dass es Sinn macht, weil auch Du schön öfter von Standzeit bei den Hobeleisen in Beziehung zum Keilwinkel gesprochen hast. Stichwort: Hirnholz hobeln mit Keilwinkel 25°. Bei den Sägezähnen kann man den Keilwinkel so von 60° auf ca. 80° erhöhen. Ob da Welten dazwischen liegen? Leider schiebe ich das Schärfen immer etwas hinaus, da ich nicht so einen schönen, immer bereit stehenden Schärfplatz wie Du habe. Da musst Du Dich also entweder noch längere Zeit gedulden, oder einfach mal selbst testen.

Wenn ich soviel sägen würde, wie ich Lust habe, hätte ich sicher auch einen Waschbrettbauch. Aber lassen wir das Waschbrett im Museum, die Wäsche darf bei mir in die Waschmaschine. Irgendwo muss auch Schluss sein mit dieser Elektrizitätsphobie!

Viele Grüße!

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -