Terrassendielenbohrer

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Balkon-Klapp-Hobelbank Erfahrungen *MIT BILD*

Liebe Holzwerker,

ich möchte heute die Möglichkeit nutzen, über meine mittelfristigen Erfahrungen mit der Balkon-Klapp-Hobelbank zu berichten:

Steifigkeit / Standfestigkeit:
Über die Steifigkeit kann ich auch nach ein paar Monaten nur positives sagen. Ich war immer zwischendurch auch mal bei Bekannten an deren kommerziellen Hobelbänken und kann keinen Nachteil bei meiner Multiplexkonstruktion feststellen. Einzig bei der Standfestigkeit kam, wie angesprochen, das fehlende Gewicht zum tragen. Hier legte ich dicke Gummi-Granulat-Plättchen unter:

Der Unterschied ist gewaltig. Mit diesen Matten, ist mir es nicht möglich die Bank zu verrücken. Ob dicke Schrupphobelspäne oder erste Versuche mit der entstehenden Klobsäge - die Bank "klebt" an Ort und Stelle. Ich bin sehr zufrieden.

Portabilität:
Es war ein Aspekt der in der Designphase überhaupt erst aufgekommen war: Die Möglichkeit, die Bank einzuklappen und so platzsparend "verstauen" zu können. Obwohl ich sehr froh darüber bin, dass es prinzipiell geht, hat die Praxis gezeigt, dass ich die Bank nur einmal eingeklappt habe. Ansonsten ließ ich sie aufgebaut stehen. Die Bank ist einfach zu schwer, als dass man all zu oft Lust darauf verspürt und ich habe immer schon genug zu schleppen, die ganzen Werkzeuge und Werkstücke nach draußen und wieder zurück zu tragen. Desweiteren stört die Bank auf der Loggia nicht so sehr.

Oberfläche / Wetterfestigkeit:
Sicher ist es etwas zu früh, um über die Langlebigkeit der Oberfläche oder Konstruktion zu spekulieren. Nur so viel: Bis jetzt ist die Optik zu meiner Zufriedenheit. Es haben sich auch schon Spuren von frisch geschärften Sägen verewigt. Sobald nächstes Frühjahr die Temperatur ausreichend ist, werde ich wohl mal nachölen. Ansonsten kann ich bisher keine witterungsbedingten Schäden feststellen.

Funktionalität:
Prinzipiell würde ich die Bank wohl nochmal so bauen, wenn ich das müsste. Obwohl es Arbeit ist, die SmartWorkstation jedesmal mitzunehmen, bin ich auch froh, dass kein rostendes Metall draußen verbleibt.
Am meisten nutze ich jedoch eher die rechte Seite vor allem unter Einsatz der Niederhalter und des Wonderdogs. Für letzteren haben sich die engen Abstände der Lochreihe als positiv herausgestellt. Man bekommt mit ihm auch alles gespannt allerdings hat man mit einer echten Hinterzange dann doch etwas mehr in der Hand. Trotzdem, man kann so vernünftig arbeiten und so verzichte ich eben auf den zusätzlichen Komfort. Ebenfalls häufig verwende ich so eine Parallelzwinge von Miro Moose aus Dieters Programm.
Einzig beim Sägen bin ich noch nicht so ganz schlau, wie ich einspannen soll und in welche Richtung ich mich dazu positioniere. Meine 700er Gestellsäge hat doch einen gewissen Bewegungsradius ... Wie würdet ihr es machen?

Gut Holz!

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -