Zinkensäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Säge in Messerrücken feilen

Claus hat dazu auch einen Super-Hinweis gegeben. Die Bajonetts aus dem 1. Weltkrieg haben - soweit ich gesehen habe - eine Stoß-Bezahnung. Da muss was dran sein, wenn sich die Deutschen damals genau dafür entschieden haben.
Der einfache Grund ist, dass die Bezahnung auf Stoß in Europa üblich war und ist, außer bei Gratsägen. Deshalb spricht man ja auch von westlicher Bezahnung. In Japan dagegen hat sich die Bezahnung auf Zug durchgesetzt, weil diese wesentlich dünnere Sägeblätter und damit einen schnelleren Schnitt erlaubt.
Sieh dir mal verschiedene Astsägen an. Die billigen Modelle haben eine Spitzzahnung, also viel aggressiver als die normalen Handsägen. Die teureren Modelle haben eine Trapezzahnung auf Zug analog zu japanischen Sägen.
Oder sieh dir mal die groben Bügelsägen für Frischholz an. Die haben zusätzlich noch Ausräumerzähne.
Mir ist einerseits schon klar, warum du unbedingt eine Messer mit Sägerücken haben willst: Weil du dir das in den Kopf gesetzt hast. Auf der anderen Seite aber hast du mittlerweile so viele Gegenargumente hier erhalten, dass es für mich unverständlich ist, warum du an dieser fixen Idee festhältst, unbedingt etwas Drittklassiges produzieren zu wollen. Eine zusätzliche Astsäge, möglichst klappbar, wiegt nicht die Welt. Und bei Dieter gibt es auch Mini-Astsägen, die in die Hosentasche oder in eine Gürteltasche passen. Und die Welt kosten die auch nicht. Und mit Sicherheit erzeugen die beim Sägen weniger Frust als deine Fixe-Idee-Säge.
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