Zinkensäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Säge in Messerrücken feilen

Hallo Horst,
danke für deine Antwort! Und besonderer Dank für die Antwort zu dieser Zeit ;)

Von Nachteil dürfte die Breite sein, das haben ja schon einige angemerkt, denn je mehr du von dem Holz zerspanen mußt, desto mehr Arbeit hast du. Das Schränken halte ich für das kleinere Problem, beim Schweizer Messer mit Säge, vielen Stichsägeblättern und manchen professionellen Sägen wird das auch dadurch gelöst daß das Sägeblatt nach hinten dünner wird und das funktioniert gut.

Was würdest du sagen, wenn die Säge von 6mm (an der Säge) auf 5mm (bei der Schneide) dünner werden würde. Würde es nach deiner Erfahrung ausreichen oder sollte ich das Messer noch dünner machen? Durchzusägende Äste werden etwa 5cm bis 10cm dick sein.

Das würde bedeuten daß für Äste ab 20mm (darunter brauchst du wohl keine Säge) die Zähne ca. 7mm lang sein dürften (ab 30mm Durchmesser dann 10mm Zähne).

Das habe ich nicht ganz verstanden, wie du auf diese Werte kommst. Sind es Erfahrungswerte oder hast du dafür die Faustformel "mindestens 3 Zähne gleichzeitig im Eingriff" genutzt? Ich war mit meinem Testergebnis (siehe Bild in der vorherigen Antwort) und einem Zahnabstand von 8mm sehr zufrieden. Doch ich tendiere eher dazu nun einen kleineren Abstand von 5mm zu nehmen. Ich denke (dachte), dass ich mein Ergebnis damit toppen werde und die Säge schneller sägen wird, da ich auch gleichzeitig den Winkel von etwa 90° auf etwa 50° verändere und die Anzahl anhebe. Ich könnte natürlich auch bei einem Zahnabstand von 8mm 50° hinbekommen, doch ich dachte, dass doch der "leere" Platz zwischen den Zähnen dann nicht sinnvoll genutzt wird.
Übrigens die Winkel bekomme ich mit dem eingespannten Winkelschleifer und dem Schleifband hin. Noch steiler wie 50° wird schwierig sein.


Kommen wir noch zur angedachten Länge. Bei der klassischen Bügelsäge habe ich mal gelernt daß die mehr als doppelt so lang sein sollte wie das Werkstück. Grund ist, daß nur dann alle Zahnzwischenräume ganz durch das Werkstück bewegt werden und eine Chance haben die angesammelten Späne auszuwerfen. Du hast, wenn ich mich richtig erinnere, 170mm angedacht, was dich nach dieser Regel auf 8,5cm Astdurchmesser begrenzen würde. In deinem Fall ist es keine Bügelsäge, das heißt du kannst die natürlich auch ganz aus dem Sägespalt ziehen, das funkioniert aber auch nur bei Zugsägen macht das Sägen mühselig weil man das Blatt dann immer wieder in den Sägespalt einschieben muß und gerne mal abrutscht, mal verkantet sich die Säge, ein flüssige Bewegung kommt dabei nicht zustande.

Dann käme noch die Griffform. Ein Messergriff wie bei einem Küchenmesser ist meiner Meinung nach nur geeignet für Sägen die auf Stoß bezahnt sind. Wäre er länger (wie bei den japanischen Sägen) könnte man den Griff mit beiden Händen halten, das geht dann wieder. Mit einer Hand kann ich allerdings damit nicht sägen, das habe ich schon versucht.
In deinem Fall kommt dazu daß du (bei einer Bezahnung auf Stoß) im Falle daß die Hand abrutscht dann auf der Schneide landest. Daher würde ich dir eine Bezahnung auf Zug empfehlen, auch keine neutrale Bezahnung wie auf deinem Bild. Tatsächlich haben alle meine Sägen, die mit einer Hand am Griff gehalten werden einen abgewinkelten Griff, den ich aber wiederum für Messer nicht so geeignet finde. Ein Kompromiss wäre ein Griff der sich nach hinten deutlich verdickt.
Ein ordentliches Parierstück wäre wahrscheinlich zusätzlich gut für die Sicherheit.

Mit den 8,5 cm im Idealfall sollte ich hinkommen.

Genau. Ich habe mich für eine neutrale Bezahnung entschieden, da ich nicht einschätzen kann, welche andere sinnvoller sein wird. Ich dachte mir, lieber sägt meine Säge in beide Richtungen als nur in eine ;)

Claus hat dazu auch einen Super-Hinweis gegeben. Die Bajonetts aus dem 1. Weltkrieg haben - soweit ich gesehen habe - eine Stoß-Bezahnung. Da muss was dran sein, wenn sich die Deutschen damals genau dafür entschieden haben.

Sind dir irgendwelche "Messungen" bekannt, bei dem die selbe Säge, selbes Material und selber Kraftaufwand verwendet wird, jedoch mit unterschiedlicher Bezahnung (Neutral, Stoß- und Zugbezahnung)? Ich denke die Wahl der Bezahnung hat auch einen Performance-Gedanken.

Wegen dem Griff, der nach hinter dicker wird und dem Parierstück, das habe ich in den neueren Modellen/Entwürfen berücksichtigt.
Hier der letzte Entwurf:

Ich schleppe ungern viele Sachen mit mir mit, daher würde ich gerne versuchen auf die zusätzliche Klappsäge zu verzichten.

Schlaf gut ;) und beste Grüße
Konstantin

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