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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Abziehsteine - das ewige Thema

Hallo Friedrich,

ich schärfe viel und oft, vermutlich mehr als die meisten Forenteilnehmer hier. Nach einem Kurs sind das schon mal 30 Stemmeisen und 15 - 20 Hobeleisen. Ich habe daher viel ausprobiert. Momentan arbeite ich mit einem Satz Shapton Steinen und bin damit absolut zufrieden. Deine Beobachtung zum 8000er Shapton habe ich auch gemacht und war zu Beginn auch eher enttäuscht. Vorher hatte ich einen 8000er Cerax, der war hart und polierte schön, bei gleichzeitig angenehmen Schleifgefühl. Aber die Spiegelseiten klebten regelrecht daran fest. Ich brauchte viel Wasser beim Abziehen.

Inzwischen habe ich mich an den Shapton gewöhnt und sehe im eher matten, minimal kratzigen Schleifbild keinen Nachteil. Das Ergebnis auf dem Holz ist nach meiner Erfahrung das gleiche wie bei einer Hochglanzpolitur. Den Vorteil der Shaptons sehe ich darin, dass man viel weniger Wasser braucht, die Steine nicht nass lagern und dennoch sofort einsatzbereit sind, wenn man sie braucht. Inzwischen sehe ich in der Hochglanzpolitur nur noch einen Vorteil: Es sieht auf Fotos toll aus. Darauf kann ich aber verzichten.

Warum willst du denn unbedingt eine Hochglanzpolitur haben? Hast du in der Praxis wirklich einen reproduzierbaren Unterschied festgestellt? Wenn ja, welche Fälle waren das? In deinem Beitrag schreibst du von deinem Versuch mit Balsaholz. Das kommt ja nun bei den meisten Holzwerkern eher selten unter den Hobel. Gibt es noch andere Hölzer und Anwendungen, wo du einen Unterschied festtellen konntest?

Wenn du einen polierenden Stein haben willst, schau dir mal den Cerax an. Rolf hat ja auch bereits was dazu geschrieben Leider habe ich derzeit keinen, aber ich bin mir sicher, dass Dieter dir gerne einen zusendet.

Gruß

Heiko

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