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Re: Gegenfase
Antwort auf: Gegenfase ()

Hallo Gerd,

Eine Gegenfase erhöht den Keilwinkel und macht die Schneide stabiler.
Man könnte jetzt darüber diskutieren ob die Anwendung des "ruler tricks" überhaupt als Gegenfase gilt, ich würde erst ab 5° aufwärts überhaupt davon sprechen.

Je nach Qualität des Eisens finde ich 30° als eher knapp. Bei deinen Eisen geht das problemlos, mit anderen hatte ich da schon erhebliche Schwierigkeiten und die Schneide klappte um.
Bei einem Bettungswinkel von üblicherweise 45 bis 47° kann man die Mikrofase problemlos mit 40° anlegen, der Schnittwinkel ändert sich dadurch nicht.
Eine Gegenfase ist ohne Spanbrecher natürlich jederzeit möglich, durch den höheren Schnittwinkel geht der Hobel dann allerdings schwerer, das wird Ansgar im konkreten Fall aber nicht helfen.

Ich hatte einmal ähnlicher Symptome dadurch das die Hobelsohle konvex verzogen war. Der ganze Hobel kam dadurch ins Schwingen und das Eisen schnitt nur in einer bestimmten Stellung in der Mitte.

Zuerst würd ich an Ansgars Stelle aber versuchen ob ich die Zunge einer Fühlerlehre oder etwas vergleichbares von unten durch das Hobelmaul unter das Eisen schieben kann. Das erste Bild ist da nicht ganz eindeutig.

Gruß Horst

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