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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: nochmal die Spindel...

Hallo Pedder,

ja, die Fachterminologie - schön, dass sowas Dich auch ärgert. Diese Laien sind schon eine Plage ;-).

Der Hauptvorteil der Trapezgewinde ist die größere Verschleissbeständigkeit, sie sind ja auch als Bewegungsgewinde gedacht, beispielsweise an den alten Werkzeugmaschinen. Und an Schraubstöcken, ja. Die Gewindegänge an der Mutter haben einfach mehr Fleisch und halten dadurch länger. Bei Schraubstöcken für gewerblichen Dauerbetrieb ist das schon ein Argument. Für den zu ewartenden gelegentlichen Betrieb einer Aufsatzzange bis zum Ende meiner Werkstattzeit wären metrische M16- Spindeln (Güteklasse 8.8, wohlgemerkt, das ist wichtig, nicht die Baumarktware) wohl praktisch unzerstörbar.

Wenn Du den Eindruck hast, mit einer Trapezgewindespindel "mit der Hand viel leichter und viel mehr Spannung (umgangssprachlich!) aufgebaut bekommt, als mit M Spindeln" dann liegt das vielleicht an der größeren Griffigkeit der Handräder oder ihrer größeren Masse, mit der man "Anlauf nimmt". Die Spindel selbst kann das nicht leisten, glaub mir das.

Ich finde übrigens Trapezgewinde auch schöner. Aber die metrischen Gewinde haben den Vorteil, dass sehr viele Teile dazu verfügbar sind: Handräder (große Sterngriffe) mit passendem Innengewinde, Muttern in vielen Varianten sowieso. Und man kann auch mal ein Gewinde selbst schneiden oder bohren. Solche Möglichkeiten hätte ich bei Trapezgewinden nicht.

Ich werds mit M16 versuchen und mich dann mal im Forum melden.

Grüße, Friedrich

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