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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Zähne brechen beim Schränken

Hallo Pedder,

Du bist der einzige, der bisher die Semantik in diesem Thread angesprochen hat. Ich habe versucht, in sehr kurzen und sachlichen Kommentaren den Sachverhalt zu erläutern, und dafür einige nicht gerade sachkundige Antworten bekommen. Unschön.

Die von Axel H (Chemiker) angesprochene "Rückreaktion" findet in den normalen Einsatzbereichen nicht statt, sein Widerspruch ist sehr praxisfern, jeder Metaller würde ihn auslachen (bezognen auf ein Handsägeblatt).

Ich finde es auch unnötig, seinen Beruf anzugeben (Chemiker), aber wenn es sein soll, OK, ich habe Maschinenbau studiert.

Man kann sehr einfach nachlesen, dass der Stahl nur durch Überschreiten der Streckgrenze (plastische Verformung) oder durch Temperatureinwirkung (mehr als 200°C - deswegen sollte man nicht trocken schleifen) seine Eigenschaften verändert - was bei einem Handsägeblatt normal nicht vorkommt, außer durch Schränkung (plastische Verformung). Sonst kann er hunderte Jahre seinen Dienst leisten und gebraucht werden. Wenn der Stahl durch Deinen "Prozess" spröde werden würde, müsste jeder Bahnfahrer Angst vor jeder alten Eisenbahnbrücke haben. Sofern der Stahl nicht rostet, ist er unverändert in seinen Eigenschaften. Und wenn er rostet, ist er nur durch die Reduzierung der Materialstärke beeinträchtigt.

Übrigens würde man nicht so gern alte Sägen (old ladies) kaufen, wenn sie von alleine spröde würden.

Ich finde es schade, dass mit solcher Energie sachliche Hinweise widersprochen werden, und dazu noch in unfreundlicher (als würde ich nicht verstehen, was das Wort "Alter" bedeutet) Weise.

LG
Michael

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