Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Fleckiges Furnier aufarbeiten

Hallo,

interessant wäre, wie alt der Schrank ist, denn danach richten sich auch die Methoden vor allem in Bezug darauf, was erlaubt ist und was nicht, d. h. was ein Möbel als historisches Zeugnis zerstört oder nicht. Aus dem ersten Teil Deiner Beschreibung würde ich schätzen, daß es sich um ein Stück aus der Zeit Anfang des 20. Jh. handelt, aber Dein Hinweis, daß das Furnier 2 mm dick sei, bringt einen ins Grübeln, ob es nicht doch älter ist. Solche dicken Furniere wurden in vorindustrieller Zeit von Hand aus dem Stamm gesägt und dann müßte der Schrank über 160 jahre alt sein.

Wenn es wirklich so ein altes Teil ist, sollte man nicht ohne Hilfe eines Fachmannes rangehen. Aber: es hat schon mancher ein Furnier für 2 mm dick gehalten, bei genauem Hinsehen auf die Kanten könnte dann evtl. doch zum Vorschein kommen, daß es sich um ein dünnes, gemessertes Deckfurnier und ein dickes Blindfurnier handelt, die zusammengeleimt sind. Dürfte interessant sein, das rauszukriegen.

Sollte es dann doch ein neueres Modell sein, würde ich es mit Spiritus und feinem Schleifpapier versuchen. Wenn es denn alter Schellack ist, rollt der sich richtig ab. Alternativ, etwas gröber, Spiritus mit feiner Stahlwolle.

Grüße
Dieter

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