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Re: Kransäge, Pit Saw
Antwort auf: Kransäge, Pit Saw ()

Hallo Stefan,

du hast ein sehr ambitioniertes Vorhaben, auf das du sehr stolz sein kannst, wenn du es abgeschlossen hast.

Du wirst dir eine vernünftige Rahmen-oder Kransäge bauen müssen. Der zeitliche Aufwand dafür, rechtfertigt m.E. den Arbeitsfortschritt beim Sägen auf alle Fälle. Bei 70 cm in Worten - Siebzig Zentimeter -, brauchst du eine Säge mit mehr als 1 cm Zahnteilung. Ich würde dir zu einem Schrotsägeblatt 120 cm raten, daß möglichst lang in eine Rahmensäge eingebaut werden kann. Bei 70 cm Stammdurchmesser setzen sich die Zähne schnell zu, so daß du zu einer Zahngeometrie, wie im vorgeschlagenen Video greifen solltest. Aber ein Schrotsägeblatt umgefeilt wird deinem Vorhaben gerecht werden.

Im Rahmen kann das Blatt wesentlich dünner gehalten werden, als bei einer Einmannschrotsäge mit Fuchsschwanzgritt. Du wirst beim Sägen weniger Kraft bei erheblich besserer Sägeleistung brauchen, denn durch einen kräftigen Rahmen kannst du das Blatt gut spannen. Ich war vor einiger Zeit erstaunt, als ich frisch geschärfte Fuchsschwänze gegen Gestellsägen getestet habe - dünneres, schmaleres aber dafür längeres Blatt bei gleicher Zahngeometrie - mehr muß man nicht sagen

http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/page/1/md/read/id/66643/sbj/saege

Mein Tipp:

1. Die Kransäge aus dem Video wirst du nicht brauchen, denn das Blatt ist zu dick,
2. du hast keinen Sägepartner und bist auf deine eigenen Muskeln angewiesen -also dünneres, schmaleres Blatt - aber mit der Kransägezahngeometrie.
3. Eine Schrotsäge bekommst du in der Bucht für schon ab 20 €.
4. Bau dir einen wirklich kräftigen Rahmen -Beispiele wirst du finden

Besorge dir also eine möglichst lange Schrotsäge oder einen Gattersägeblattabschnitt und versuch dein Glück.

Wir im Neandertalerforum freuen uns über deine Berichte und drücken dir gespannt die Daumen!

LG

Micha

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