Handwerkzeugforum für Holzwerker

Ja, schon....
Antwort auf: Re: Hobeleisen Stahl ()

Hallo Uwe,

natürlich sollte man den Stahl nicht zum Kult und zum Mittelpunkt des Holzwerkens erheben. Andererseits, gerade wenn man sich neu ausrüstet, möchte man natürlich Eisen, bei denen der Schärfanteil an der Arbeitszeit möglichst klein ist, das ist doch ein vernünftiges Ziel. Dass die einschlägigen Unternehmen, angesichts der erschütternden Langlebigeit der Holzhandwerkzeuge, sich Neues überlegen und neue Begehrlichkeiten wecken wollen, ist in der Logik des Systems. Man muss sich ja nicht darauf einlassen.

Ich habe mich im Wesentlichen ausgerüstet, als der PM- Stahl für Handwerkzeuge noch gar nicht angeboten wurde. Mein Lieblings- Hobeleisen (da wo ich es mir aussuchen kann) ist von Hock, altmodischer Kohlenstoffstahl, für meine alte Stanley- Raubank.

Nun habe ich auch eine Flachwinkelraubank, von Veritas, und für die wollte ich mir im letzten Jahr ein zweites Eisen zulegen, für extrem großen Schnittwinkel. Das wäre nun Geleghenheit gewesen, ein PM- Eisen anzuschaffen, der Mehrpreis ist ja nicht so erheblich. Da habe ich mir gedacht: Meine Hobel sind soviel besser als die, mit denen die Tischler vor 100 Jahren ihren Lebensunterhalt verdienen mussten, aber die haben viel mehr zustandebekommen als ich. Wenn ich jetzt auch noch ein high- tech- Eisen benutze, wird es wirklich absurd. Ich habe mir ein Eisen aus Kohlenstoffstahl gekauft (O1, gibt es merkwürdigerweise für diesen Hobel) und bin zufrieden.

Friedrich

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