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Re: Kraftaufwand: Bohrwinde und Schlangenbohrer

hallo Rene,
soviel Kraftaufwand mit so wenig Ergebnis deutet auf stumpfe Bohrer.
Nach meinen Erfahrungen ist es mit den Bohrern wie mit den Stechbeiteln: sie müssen erst sorgfältig geschärft werden, bevor sie richtig arbeiten. Die fabrigmässige Schärfe reicht nicht.
Die Einziehschraube sollte mit einer feinen Dreikantfeile scharfgängig gefeilt werden.
Zum Feilen der Vorschneider und der Räumschneide gibt es eine Spezialfeile für Schlangenbohrer (Anleitung : http://www.feinewerkzeuge.de/G-augerbitfile.html ).

Ich benutze nach dem Feilen kleine dreikantige Schleifsteine, um die Schneiden zu polieren. Es lohnt sich.

Vor dem Bohren ist es eine gute Idee, die Schneiden und die Wendel mit etwas Parafin einzureiben. Geschmiert bohrt es sich besser.

Ferner noch ein kleiner Trick: vor allem bei härteren Hölzern ist es ratsam für die Einzugschraube ein kleines Loch vorzubohren. Ungefähr vom halben Durchmesser des Gewindes, also etwa so 2-3 mm. Ich bohre dieses Loch immer und ganz durch. Das nimmt eine Menge Reibung weg und die Schraube zieht besser, der Bohrer bohrt leichter.

Gruss
reinhold

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