Schleifzylinder

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Verarbeitung von Schnittholz

Hallo Woodworker,

noch einige Erfahrungen eines Anfängers in der Bearbeitung des schönen Kirschbaumes.

Nachdem ich nun 5 Bretter abgerichtet habe, geht es immer noch genauso langsam, wie am Anfang. Ich brauche so 3-5 Stunden, um ein Brett von 200 x 14 cm von 26 auf 18 mm abzurichten.

Die Masshaltigkeit der Bretter scheint mir mittlerweile ganz gut zu gelingen.
Größere Probleme bereitet jedoch die Oberfläche. Ich glaube ich verstehe jetzt, wo der Spruch "sich einen Ast hobeln" herkommt. Jedenfalls gelingt es mir nicht, eine befriedigende Oberfläche auszuhobeln.

Bei größeren Astlöchern kommt es immer wieder zu mehreren mm tiefen Ausbrüchen bei der Arbeit mit den Schrupphobel. Die sind oft so tief, dass sie unter die Sollstärke des Brettes reichen. Mit anderen Worten, die Stelle ist ruiniert.

Noch unangenehmer ist, dass sich an kleineren -durchaus dekorativen- Aststellen die Faserrichtung umkehrt. Ich kann immer vom Ast weghobeln, jedoch nicht auf den Ast zu. Wenn ich versuche, in langen Zügen über den Ast hinwegzuhobeln, erscheinen vor dem Ast zahlreiche ca. 0.5-1 mm tiefe kleine Ausbrüche. Die bekomme ich weder mit dem Doppelhobel noch mit der Ziehklinge wieder weg. D.h. der dekorative Ast ist ebenfalls ruiniert. Besonders ärgerlich, wenn man etwa 2 zusätzliche Stunden an diesen Ästen herumgewerkelt hat.

Hat jemand eine Idee, was ich da tun kann? Die Holzart ist amerikanische Kirsche, kammergetrocknet.

Fuer Eure Tipps bin ich wie immer dankbar.

Viele Grüße

Jürgen

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