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Re: Altersbestimmung von Ulmiahobeln

Hallo Raphael,

  wie Christof ausgeführt hat, sind Bolzenwiderlager schon sehr alt. Nachdem in Deutschland lange Zeit die Wangenwiderlager vorherrschten, wurden in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder zunehmend Querbolzen benutzt, um das Eisen mit einem Holzkeil oder einer Metallplatte festzuspannen. Aus dieser Zeit stammen auch vier Patente von Ulmia, mit denen die Form dieses Widerlagers optimiert werden sollte, um ein Verstopfen des Hobelmauls zu verhindern. Meines Wissens der erste Hobel mit einem solchen Widerlager war der sogenannte 'Ulmer Reformhobel', der schon um 1900 von Ulmia hergestellt wurde.

  Wie alt deine Hobel sind, läßt sich nicht ohne weiteres sagen. Ich habe zwei Kataloge von Ulmia aus den dreißiger Jahren, vielleicht können dir Kopien weiterhelfen.

  'Matador' ist ein Markenname der Firma Johann Peter Arns in Remscheid und offensichtlich der Hersteller deines Schrupphobeleisens. Das findet man relativ häufig, daß der Name des Eisenherstellers zusammen mit dem des Hobelherstellers auf dem Eisen eingeprägt ist.

  An Oliver: Kannst du vielleicht einen Link auf mein Museum posten? Ich habe so das Gefühl, daß Raphael das interessieren könnte.

  Gruß, Wolfgang

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