Werkstatt von Andreas aus Hamburg

Inspiriert durch einen Beitrag hier im Forum stellte ich vor einigen Wochen spontan ein paar Bilder meiner ausnahmsweise mal gerade aufgeräumten Werkstatt ein – worauf Pedder mich prompt fragte, ob er dazu einen Beitrag in den Blog übernehmen könne.

Nachdem ich hier seit ein paar Jahren mitlese und ab und an auch mal was schreibe, will ich mich gerne für die vielen Anregungen revanchieren, die ich auch aus Beiträgen gewonnen habe, in denen die Forumsmitglieder ihre Werkstatt vorstellen.

Die Werkstatt ist, wie viele hier, im Keller untergebracht. Aktuell sind das gut 20 m2 bei einer Höhe von 2,02 m. Wenn eines Tages die Heizung rausfliegt, kommen nach einem kleinen Wanddurchbruch weitere 4 m2 dazu. Momentan werden da Zwingen etc. gelagert.

Im Grundriss der Werkstatt sieht das momentan so aus. Die blau dargestellten Geräte (Frästisch, Systainerrack, Absaugung und die Hammer A3 31) können bei Bedarf verschoben werden.

Da mir gutes Licht wichtig ist, ist die Werkstatt mit 2 Beleuchtungskreisen (A und B) mit Tageslichtleuchtstoffröhren beleuchtet. Die Elektrik ist in verschiedene Kreise aufgeteilt wobei die normalen Steckdosen über je einen Notaustaster an der Werkbank bzw. Hobelbank und die CE-Steckdosen an einem separaten Notausschalter stromlos geschaltet werden können. Bei Verlassen der Werkstatt 2 Schalter drücken und das Licht ausmachen – fertig.

Da ich Metallarbeiten nicht auf der Hobelbank mache, habe ich noch eine Werkbank – die auch gerne komplett zugestellt ist. Dort stehen Bohrständer, Schraubstock etc. –alles nicht mit der Werkbank verschraubt, so dass es auch an anderen Stellen verwendet werden kann.

 

Wenn man reinkommt, sieht es selten so aus wie auf dem Bild unten (da die Hobelbank selten frei ist).

An der Hakenwand über der Hobelbank sind die paar Werkzeuge aufgehängt, Hobel, Stechbeitel etc. sind in den Schubladen unter der Bank. Die Metall-Hakenwand hat für mich den großen Vorteil, dass sie die Werkstatt heller macht als eine Holzfläche.
Im Hintergrund der Frästisch mit einer Trend T11 und dem Incra-System.

 

Hier die übliche Stoßlade, Sägelade und zwei Anschläge zum Hobeln kleiner Leisten. Dazu wurde ich durch einen Artikel von Matt Kenney / FWW inspiriert. Für kleine Boxen sind die ideal.

Systainerrack
(inspiriert durch Guido Henn)

Der Blick über die Hammer B3 mit der provisorischen Absaugung auf die Werkbank.

 

Unter der Werkbank sind 4 Schränke auf Rollen, in denen diverse Maschinen und das übliche Sammelsurium zu verstauender Dinge untergebracht ist, also neben Farben, Öl… auch die Wassersteine etc. Außerdem hat Sohnemann dort zwei Schubladen für sein Werkzeug.

Die B3 steht auf Kanthölzern. Zum einen, da das für mich (1,86 cm) angenehm von der Höhe ist, zum anderen, damit bei großen Platten die Hobelbank (Oberkante 90,5 cm) überfahren werden kann.

Unter der Maschine ergeben sich dann prima „Nuschiecken“.

Der weitere Blick auf die noch nicht zugebaute Trennwand zum Heizungsraum. Davor stehen Rest des inzwischen wieder zerlegten Zwingenwagens, ein paar noch „ordentlich“ unterzubringende Systainer und die obligatorischen Sortimenter für Schrauben.

Eine kleine Drehung zeigt dann die Eingangstür in die Werkstatt. Rechts daneben Festool-Schienen, links daneben Sortimenter und die „Nuschiecke“ für Reste.

Auch die A3 steht etwas höher und auf Rollen, damit sie verfahrbar ist.

Hier noch der Blick von der Werkbank auf die Hobelbank – den Hauptarbeitsplatz in der Werkstatt.

Der Schubladenschrank ist entstanden, um die wesentlichen Handwerkszeuge etwas geschützter unterzubringen. Die Vorderkante ist bündig mit der Vorderkante der Hobelbank. Die Griffe sind als Mulden ausgeführt, damit es keine Beulen im Schienbein gibt. Das hat sich gut bewährt. Späne einmal rausfegen und gut ist.

 

Wie unschwer zu erkennen, habe ich eine gewisse Vorliebe für Veritas – wobei ich mit dem Clifton 5 ½ auch sehr gerne arbeite.

Und damit nicht nur Bilder von der Werkstatt zu sehen sind, sondern auch von den Dingen, die darin so entstehen, hier ein Bild der „wahrscheinlich längsten Box der Welt“. Das ist ein Kästchen für meine Herzdame, an dem ich – mit reichlich Unterbrechungen – seit fast zwei Jahren sitze. Aber das wird ein eigener Beitrag (wenn’s denn mal fertig wird).

Die Bank habe ich nachträglich mit Löchern versehen, um das Veritassystem an Holddowns etc. nutzen zu können.

Zur Ausstattung:

Aus der Lehre als Kfz-Mechaniker stammt neben einigem Werkzeug vor allem der Glaubenssatz „Werkzeug lieber einmal kaufen – dann aber vernünftiges“. Insofern bin ich kein Freund von billig, billig – halbe Stunde damit arbeiten und dann die rauchende Maschine in die Tonne tragen, um anschließend eine vernünftige zu kaufen.

Als „typischer“ Mix aus Maschinennutzer mit zunehmendem Faible für Handwerkzeugen ist die Werkstatt entsprechend bestückt:

Neben der Hammer B3 und A3 31 sind die einschlägig Verdächtigen vertreten: Festool Oberfräsen OF 1010 und OF2200, Stichsäge PS 300, Rutscher RS 300 und Handkreissäge TS75, Mafell Duodübler, Lamello C3, Metabo Exzenterschleifer SXE 450 und eine uralte Oberfräse OF 729 und die Trend T11 im Frästisch. Eine Leigh D4R (eher selten genutzt).

Diverse Veritas-Hobel, der Clifton 5 ½, diverse Holzhobel

Ich hoffe, den ein oder anderen mit einer Idee weitergebracht zu haben und mich so ein klein wenig für die vielen guten Ideen, die ich hier bekommen habe, revanchieren zu können.

Gruß aus Hamburg

Andreas

 

Kommentare am liebsten im Forum:

http://www.woodworking.de/cgi-bin/holzbearbeitungsmaschinen/webbbs_config.pl/md/read/id/92317#m_92317

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