Werkstatt von Bernd Zimmermann

Hallo an alle interessierten Holzwerker. Nachdem Pedder vor kurzem angeboten hat, Werkstattbilder in einem neuen Blog einzustellen, habe ich mich dazu aufgerafft, eine kleine Beschreibung meiner Neandertaler-Werkstatt zum Besten zu geben.

Meine Werkstatt befindet sich im Keller unseres Hauses (wo sonst) und ich muss mir den Platz mit Heizung, Waschmaschinen und Wäschetrocknern teilen. Da ich so gut wie keine (großen) Maschinen besitze ist dieser Platz normalerweise völlig ausreichend. Ich betreibe das Holzwerken als pures Hobby, zur Entspannung und weil es unheimlich Spaß macht. Wenn der eine oder andere Gebrauchsgegenstand für die Wohnung dabei entsteht, umso besser. Bis vor wenigen Monaten hatte ich sowieso nur ganz wenig Zeit für mein Hobby, da die Sanierung unseres alten Hauses unsere ganze Aufmerksamkeit und Arbeitskraft beanspruchte. So waren die ersten Holzarbeiten auch im Zusammenhang mit der Haussanierung angefallen. Mein Problem war nur, alsWerkbankdiente mir eine auf Holzböcke gelegte Spanplatte. Zum Hobeln ein absolutes Unding. Da für den Kauf einer Hobelbank das Budget überhaupt nichts hergab, habe ich mir dann irgendwann aus Ytongsteinen (Geschenk vom Bauherrn auf dem Nachbargrundstück), einem preisgünstigen Tischlerschraubstock und einigen Päckchen Rauspund (Baumarktangebot) eine eigene Werkbank gebaut.


Das Werkzeug wurde wandhängend oder in Regalen aufbewahrt. Diese Werkbank habe ich dann immer mal wieder verbessert und neben den Holzarbeiten fürs Haus mit Kleinstprojekten (meist irgendwas für die Werkstatt oderWerkzeugeigenbauten) versucht meine Fertigkeiten zu verbessern. Dabei hat mir auch das Lesen des Forums auf Dieters Homepage sehr viel geholfen.

Ein Meilenstein für mich war, als ich mir Friedrichs Schärfanleitung für Hobeleisen zu Gemüte geführt habe und erstmals mehr oder weniger scharfe Hobeleisenschneiden (zu der Zeit noch mit Nassschleifpapier) zustande gebracht habe.

Als es das Budget dann endlich zuließ, habe ich angefangen mich mit qualitativ hochwertigen Werkzeugen (aus Berlin) auszustatten. Das war dann auch der Zeitpunkt, als ich beim Schärfen von Papier auf Steine umgestiegen bin.


 

Hier mein Schärfplatz, der aber leider etwas zu groß geraten ist für meine kleine Werkstatt und deshalb nach jedem Gebrauch wieder weggeräumt werden muss. Eine kleinere Version, die ständig aufgebaut bleiben kann, ist in der Planung.

Bei einer Schreinereiauflösung hier an meinem Wohnort habe ich mir dann einiges an Handwerkzeugen (Hobel, Gestellsägen, Bohrwinde, Bohrer) für kleines Geld zugelegt. Außerdem habe ich eine ziemlich alte Hobelbank mit deutscher Vorderzange ergattert. Selbige habe ich aber nicht wie manch einer hier aus dem Forum erst restauriert (dazu hatte ich keine Lust, ich wollte wasproduktivesSchaffen), sondern meine Ytong-Werkbank abgerissen und statt dessen die Hobelbank aufgestellt.

Hier ist das gute Stück:


(naja, im nachhinein betrachtet ist sie leider nicht mehr in ganz so gutem Zustand, aber ich bin fürs erste mit ihr zufrieden und es ist ein ganz anderes Arbeiten als mit meiner Selbstgebauten)

Die Wand hinter der Werkbank ist mit Holz verkleidet und soll früher oder später (so wie es derzeit aussieht wohl eher später) mit Haltern ausgestattet werden, die mein Werkzeug aufnehmen.

So, genug gequasselt, ich weiß ihr wollt Bilder sehen (so wie ich auch), deshalb jetzt noch einige Bildimpressionen aus Bernds Neandertaler-Werkstatt:

Hier ein Teil meiner Hobel (nicht alle die hier zu sehen sind, sind schon einsatzbereit)

Ständerbohrmaschine (von ALDI ) auf Ytongsockel

 


Mein „Werkstattwagen“, für kleine Hobel, Streichmaße, Hämmer, Schreibutensilien, …)

Mein „Projektwagen“ für Teile von Projekten, an welchen ich gerade arbeite

Meine Sägebank (gebaut aus Holzabfällen nach dem Bauplan von Chris Schwarz)

Messwerkzeuge, kleine Sägen, Winkel und Hobel

Vielen Dank fürs Schauen und Lesen.

Fragen, Kommentare, … jederzeit willkommen.

Bernd

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