Werkstatt und Werkzeuge von Michael H.

Ich wollte Euch auch mal meine Werkstatt vorstellen.

Sie liegt im Keller von unserem Haus und ist eigentlich der Raum wo die Heizungsanlage drin steht. Sagenhafte 10m² mit einer Raumhöhe von 2m stehen mir zur Verfügung, wenn es nicht so eng wäre, wärs gemütlich.

Einen Vorteil hat der Raum allerdings, im Winter ist es angenehm warm.

Am Anfang (2010) sah es noch so aus:


Meine Holzwerkzeuge beschränkten sich nur auf einige wenige, es waren noch etliche Blechregale mit KFZ und Metallbausachen in der Werkstatt und über das dunkle Kapitel der Tischkreissäge möchte ich nicht reden.

In den letzten zwei Jahren habe ich immer mal wieder was in der Werkstatt verändert um den kleinen Raum bestmöglich zu nutzen. Viele der gesammelten Auto und Metallteile ist in den Schrott gewandert und so konnte ich alle Blechregale bis auf zwei aus der Werkstatt verbannen.  Alle Chemikalien, Öle und Fette, sowie Kabel und Elektroreste, das Schutzgasschweißgerät, Farben und einige der Handmaschinen sind in einen anderen kleinen Kellerraum umgezogen. All das hat mir so viel Platz verschafft, dass ich eine Metabo PK 255  mit Schiebeschlitten und eine Elektra Beckum HC 260K aufstellen konnte, sowie ein Regal für Holzreste und einen kleinen Schrank für Verbrauchsmaterialen. Etwas bewegen kann ich mich auch noch in der Werkstatt. :D

Als Werkbänke dienen mir zwei Schwerlastregale, die ich verschweisst und eines mit einer Arbeitsplatte aus Buche bestückt habe. Die Arbeitsplatte besitzt 20mm Löcher im Raster von 96mm und an der Vorderseite eine Vorrichtung zur Aufnahme von Schraubzwingen.

Liebend gerne hätte ich eine richtige Hobelbank, aber ich habe noch keine Lösung gefunden, wie ich sie in der kleinen Werkstatt unterbringen könnte. In der Werkstatt wird ja nicht nur dem Woodworking gefrönt, sondern auch alle anderen anfallenden Arbeiten erledigt. So muß natürlich Maurerwerkzeug, mechanisches Werkzeug, Tapezierkram, Pinsel……. einen Platz haben. Wenn das alles nicht wäre, ja dann….

Auch möchte ich mich nicht von meinen Metallbearbeitungssachen trennen, ich habe zwar lange nichts mehr in dieser Richtung gebaut, aber man wie ja alles nicht. Was weg ist, ist weg und dann guckt man dumm.

Hier seht Ihr die Werkstatt mit Blick von der Eingangstüre

Schön zu sehen, fast jeder Winkel ist ausgenutzt.

 

 

Und hier ein Blick von dem kleinen Fenster aus in den Raum

Hier sieht man die Positionen der Stationärmaschinen, die kleine Woodster Absauganlage, den Starmix Werkstattsauger, Vorratsschrank und die beiden Holzlager.

 

 

Mein selbstgebautes Regal, für kürzere Leisten, Platten und Kanthölzer:

Und an der Wand die längeren Hölzer und Platten. Mittlerweile sind auch einige Schätze, wie Zebrano, Wenge, Nussbaum und Bubinga hinzugekommen.

Große Platten und lange Bohlen lagere ich in unserem Vorratskeller.

Die beiden Werkbänke dienen gleichzeitig auch zur Aufbewahrung, der diversen Handmaschinen, Zwingen, Zulagen und Kleinkram, den ich schnell griffbereit haben möchte.

In der alten Kommode, welche ich ebenfalls mit einer Buche Arbeitsplatte versehen habe, ist noch ein Teil meiner Handwerkzeuge untergebraucht, die ich selten (bis gar nicht) benötige, sowie Pinsel und mein ganzer Holzwerkerstolz: Meine Hobel.

 

Die meisten Meß- und Handwerkzeuge habe ich mittlerweile mit Halterungen aus Buche an OSB Platten angebracht und an Wand, Regal und Heizung gehängt. Die Platten halten an der Blechverkleidung der Heizung und dem Stahlregal mit starken Magneten. Speziell für das Regal war dies wichtig, weil dort auch noch Sachen gelagert werden.

 

Meine westlichen Handsägen, dich ich eigentlich vorwiegend einsetze, stehen auf einer kleinen Ablage.  Daneben liegt noch die Multihobel mit dem hässlichem Plastikgriff.

 

Die Stromversorgung ist zur Zeit noch „fliegend verdrahtet“.

Die Beleuchtung hat eine eigene Sicherung, ebenso die Heizung an sich. Direkt neben der Eingangstür habe ich einen Hauptschalter montiert, der eigentlich 90% der Werkstatt ausschaltet. Ein Stromkreis ist immer aktiv, da hängen die Ladegeräte u.ä dran. Die Verteilung geschieht über den Verteilerkasten in oberen Bild. Jede Steckdose hängt an einer separaten Phase, daneben gibt es an diesem Kasten noch den Schalter für Absauganlage und die Hobelmaschine, sowie entsprechende Kontrollleuchten.

Was ich dringend noch verbessern muss ist die Beleuchtung, die bis jetzt nur aus ner doppelten 58W Leuchte und diversen Schreibtischlampen besteht. Die Leuchtstoffröhren sind mittig im Raum platziert, leider kann ich die Werkbank schlecht auch mittig hinstellen und so stehe ich mir oft selbst im Licht. Aber das wird bald noch geändert.

Dieser Beitrag wurde unter Werkstätten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten auf Werkstatt und Werkzeuge von Michael H.

  1. Michael Hild sagt:

    Moin Tobias,

    nein ne richtige Tischfräse habe ich nicht. Wobei ich sagen muß, bis jetzt habe ich sie noch nicht vermisst.

    MIt der Domino bin ich sehr zufrieden. Sie läßt sich einfach bedienen und arbeitet wirklich sehr exakt, egal ob per Anschlag oder Anriss, es passt. Ich bin wirklich froh, sieh gekauft zu haben.

    Nach der Langlochbohreinrichtung für die HC260 hab ich schon öfters mal geschaut, nur die Dinger waren mir immer zu teuer. Aber wenn Du jetzt sagst, das Ding taugt nichts, bin ich froh, sie nicht gekauft zu haben. Danke für die Info.

    Grüße

    Michael

  2. Tobias sagt:

    Hallo Michael

    Das mit dem Geldsegen habe ich gelesen. Müsste mir auch mal passieren.:-) Ich meinte als Fräse vielleicht einen TF 900 von Elektra Beckum oder sowas in der Richtung, wo du große Fräser drauf fahren kannst. Ich habe mit der TF 100 von E.B. angefangen. Ist eine schönes Maschinchen, da man sie auch noch verhältnismäßig gut transportieren kann, Nachteil ist der kleine Tisch. Allerdings habe ich für mich festgestellt, was auch die Hobelmaschine betraf, je leichter Maschinen sind, desto schlechter waren sie für mich geeignet. Allerdings wirst du ja auch in deinen Keller keine Maschine von 700Kg reinkriegen:-) Habe mir dann auch eine größere Fräse zugelegt mit Vorschubapparat. Die kleine nutze ich meistens zum schlitzen mit einem Kreissägenblatt oder ich habe eine schleifwalze drauf. Am besten gefällt mir deine Festool Domino. Bist du dami zufrieden? Ich habe mir für etwas mehr Geld eine Langlochbohrmaschine gekauft und bin damit sehr zufrieden. Ist ja so ungefähr für den gleichen Einsatzbereich auch geeignet. Ich hatte erst für die Hobelmaschine, die du auch hast, so eine Langlochbohrvorrichtung. Falz du vorhaben solltest dir so etwas zu kaufen, kann ich dir nur raten die Finger davon zu lassen, dass ist es nicht wert.

    MfG
    Tobias

  3. Michael Hild sagt:

    Hallo Tobias.

    Ja alles autodidaktisch. Viel Gelesen im Internet, Bücher gekauft, Videos geguckt…
    Aber handwerklich tätig bin ich eigentlich schon immer gewesen, Fahrad, Auto, Metallbau… So war eine gute Grundlage schon vorhanden.
    tja ich tu mir auch leid. :) Aber jammern hilft nicht. Mein Versuch einen größeren Kellerraum abzustauben ist auch gescheitert. Der wäre super gewesen, breiter, zwei Fenster und eine Tür nach draussen.
    Wenn Du mal in meinem Blog guckst, wirst Du rausfinden, dass mir das Vermögen für die Handmaschinen “zugeflogen” ist.
    Ich versuche beides zu kombinieren, die Arbeit mit Handwerkzeugen und auch den Einsatz von Maschinen. Beides hat seinen Reiz.

    Tischfräse ist vorhanden, bzw. eine Frästisch für ne OF. Der steht zusammengeklappt unter der TKS (von dem blauen Handtuch verdeckt, dass er nicht so einstaubt).

    Grüße

    Michael

  4. Tobias sagt:

    Hallo Michael

    Ich bin selber Tischler von Beruf und habe jetzt schon einige Zeit deine Seite verfolgt und auch sehr interessiert deine Berichte gelesen. Dein Wissen über den Holzbereich ist doch schon sehr umfangreich und deine Arbeiten haben Fachmanquallitäten. Wie hast du dir das ganze Wissen in diesem Bereich in so kurzer Zeit angeeignet? Andere brauchen 3 Jahre um den Beruf zu erlernen:-) Zu deiner Werkstatt muss ich sagen, du tust mir leid, aber nur bezogen auf den Platz, weil davon kann man nie genug haben. Deine Ausrüstung ist schon aller erste Sahne und ist auch ein kleines Vermögen wert.:-) In der Firma wo ich arbeite haben wir so einen Maschinenpark an Handgeräten nicht. Ich selber habe zu Hause auch eine eigene Werkstatt , wo ich dann man eigener Chef sein kann:-). Angefangen habe ich auch mal mit so einer Hobelmaschine wie du hast, aber die musste jetzt einer größeren und stabileren weichen. Ich staune auch was du so alles mit deinen Handhobeln machst, kenne ich von mir nur von den Lehrgängen die ich besucht habe. Ich versuche immer so viel wie möglich mit Maschinen zu machen.:-) Ist auch manchmal eine große Herausforderung, weil man sich Vorrichtungen und diverses anfertigen muss. Was mir so aufgefallen ist, es fehlt dir noch eine Tischfräse. Oder?

    MfG
    Tobias